305 Milliarden Euro Strafe für Banken – Regulierung belastet

Bankenbrief
Wichtiges vom 02. März 2017

Das Thema

305 Milliarden Euro Strafe für Banken – Regulierung belastet

Weltweit haben Banken seit der Finanzkrise insgesamt 305 Milliarden Euro an Strafen gezahlt. Knapp zwei Drittel entfielen davon auf Institute aus Nordamerika, ein Drittel auf europäische Geldhäuser. Allein im vergangenen Jahr wurden zusammen 40 Milliarden Euro fällig. Das geht aus dem heute veröffentlichten Bericht „Staying the Course in Banking“ der Boston Consulting Group (BCG) hervor. Laut der Studie gehören zu den bestraften Vergehen unter anderem Marktmanipulationen sowie Verstöße gegen Geldwäschegesetze und Terrorfinanzierung. Inzwischen allerdings, so Gerold Grasshoff, einer der Autoren des Berichts, „verschiebt sich der Schwerpunkt. Es geht weniger um Altsünden als darum, dass die Institute Regulierungsregeln teilweise nicht schnell genug und nicht effektiv genug umsetzen und dadurch Strafen fällig werden.“ Die Zahl der Vorschriften für Geldhäuser hat sich seit 2011 mehr als verdreifacht. Das Beratungsunternehmen verzeichnet durchschnittlich 200 Regulierungsänderungen für Banken täglich. Ein weiteres Ergebnis der BCG-Studie: Die globale Finanzbranche konnte die seit der Finanzkrise aufgelaufenen Verluste insgesamt noch nicht ausgleichen. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. So konnten Europas Banken zwischen 2009 und 2015 keinen einzigen Jahresgewinn vermelden, die US-Konkurrenz tut dies seit drei Jahren.

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Die weiteren Themen von heute:

  • Entscheidung über Basel IV verzögert sich
  • Girocard steigert Zahl der Transaktionen
  • Flatex führt Negativzinsen ein
  • Abschreibungen belasten LBBW-Gewinn
  • Credit Suisse gründet Vermögensverwaltung aus
  • Schweiz: Postbote nimmt Einzahlungen entgegen
  • Sberbank erzielt Rekordgewinn
  • Wells-Fargo-Skandal könnte größer als angenommen sein
  • Inflation in der Eurozone bei 2 Prozent
  • Was in den Depots der Deutschen liegt
  • Ex-Sachsen-LB-Vorstand Leusder zahlt jetzt doch
  • Europaabgeordnete Swinburne warnt britische Finanzbranche
  • Ex-SNB-Präsident Roth gibt Posten auf

Was morgen wichtig wird

Der Genossenschaftsverband informiert über die Entwicklung der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. In London veröffentlicht die London Stock Exchange (LSE) ihre Geschäftszahlen für das vergangene Jahr.

Der Nachschlag

Gehalt richtig verhandeln

Das Thema Gehalt kann bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes in der Finanzbranche schnell zu einem Fallstrick werden. „Es ist ein verbreiteter Fehler, einen Wechsel nur am Geld aufzuhängen“, sagt Headhunter David Kitzinger von Badenoch & Clark in Luxemburg. Aber auch ein vorschnelles Akzeptieren eines Gehalts kann sich negativ auswirken. „Einen Misserfolg bei den Gehaltsverhandlungen schleppt man seine berufliche Zukunft mit sich herum“, warnt Karrierecoach Gunnar Belden von der Maturias Personalberatung in Potsdam. Experten haben acht Tipps zusammengestellt, wie Sie die Gehaltsklippen am besten umschiffen können. So sei ein Aufschlag zwischen 10 und 20 Prozent zum bisherigen Gehalt okay. Ein Tipp für Frauen: Seien Sie selbstbewusster. Viele sind beim Thema Geld immer noch zu zurückhaltend. Alle Tipps lesen Sie hier:

Bildnachweis (Vorschaubild): iStock.com/PocholoCalapre

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