Seit Donnerstag 11:11 Uhr ist hier in Köln der Straßenkarneval gestartet, seit Freitag 11:11 Uhr sind wir ohne Bundespräsident.

Ein langer und quälender Weg. Und nun ist passiert, was viele schon Wochen vorher antizipiert haben. Wulff tritt zurück. Was für die einen eine Erleichterung sein mag, ist für die anderen eine neue Herausforderung: Wer wird Präsident Nr. 11?

Wir hier mitten im Kölner Karneval haben uns da so unsere Gedanken gemacht. König, Kaiser, Präsident? Wie wäre es denn mal mit einem Prinz? In Köln, der unbestrittenen Hochburg des Karnevals ernennen wir Jahr für Jahr den Karnevalsprinzen um diesen am Aschermittwoch wieder in seine weltliche Welt zu entlassen. Verschwendung, wie wir meinen. Da wird sich doch aus den vielen Prinzen der letzten Jahre ein Präsident küren lassen, auch wenn zwischen 1961 und 1999 viermal der gerade ernannte Prinz zurück getreten ist.

Oder sollen wir es gleich mit einem Kaiser versuchen? Ja, äh der Herr Beckenbauer, der Franz, der bei Wikipedia als Funktionär und vor allem als Sportpolitiker bezeichnet wird, scheint erste Voraussetzungen zu erfüllen. Mit Bambi und Weltmeisterpokalen ausgerüstet, würde er sicherlich von der Masse geliebt werden.

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Kein Kaiser, kein Prinz, die Frauenquote muss herhalten? Wie wäre es dann mit der Mutter der Nation? Double income, seven kids. Die Frau kann es. Die Frau lebt es vor. Ursula von der Leyen hat aus unserer Sicht eine Blütenreine Weste, braucht sich um Rückstellungen für kinderlose Ehepaare keine Sorgen machen und würde auch Bellevue von der „Wohnungsgröße“ endlich mal auslasten. Alleine die 300qm Küche macht einer 9-köpfigen Familie doch so richtig Spaß!

Wenn der Präsident hier bei uns mal so richtig was zu sagen hätte, wären unsere Favoriten sicherlich Axel Weber und Josef Ackermann. Nach Schuldenkrise, Griechenland und Währungsreform (OK, die steht noch aus) brauchen wir einen Wirtschaftsführer. Wiedeking geht ja leider nicht, er hat schon bei Porsche verzockt, da können wir ihm nicht unsere gute alte Republik anvertrauen. Blessing wäre zweite Wahl, da ja schon „Fast-Beamter“, aber wir lassen ihn mal die Rettung der Commerzbank erledigen, als so eine Art Präsidenten-Assessment.

Weber wird wahrscheinlich schwierig, weil er jetzt bei der UBS eine andere Art der Gehaltdimension geschnuppert hat. Ackermann hat zwar reichlich Zeit und könnte das Präsidentengehalt spenden und der Oberst der Schweizer Armee verleiht ihm nachhaltige Führungsqualitäten, aber er ist kein Deutscher. Bliebe vielleicht eine Geiselnahme von Ackermann im Austausch gegen Weber?

Sie sehen, alles nicht so einfach. Aber wir hier in Köln haben die finale Lösung. Als designierte holländische Königin ist er knapp gescheitert, hat sich aber die Präsidentensporen verdient: Hape Kerkeling for Präsident!

Foto von Stephan Czuratis aus Wikipedia – www.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bellevue

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Thorsten Hahn, Jahrgang 1967, ist Gründer und Geschäftsführer der BANKINGCLUB GmbH. Der Profinetzwerker zählt auf Plattformen wie XING und Linkedin zu den Nutzern mit der besten Vernetzung in die Finanzbranche. Wie kein Zweiter versteht er dieses Netzwerk zu nutzen und auch anderen zugänglich zu machen. Außerdem ist der erfahrene Banker und Diplom-Kaufmann Herausgeber der BANKINGNEWS, welche 10 Jahre lang als Onlinemagazin und seit Sommer 2014 als Printzeitung (7.500 Empfänger) erscheint, sowie Autor verschiedener Fachbücher und Buchbeiträge.

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