Anleger setzen auf Deregulierung und Investitionen

Bankenbrief
Wichtiges vom 10. November 2016

Das Thema

Anleger setzen auf Deregulierung und Investitionen

An den Finanzmärkten haben sich nach dem ersten Schock über die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten die Optimisten durchgesetzt. Der versöhnliche Ton der Siegesrede des Republikaners hätte sie beruhigt, erklärten Händler heute. Viele Investoren hofften auf einen pragmatischen Stil des 70-jährigen Unternehmers. Die von Trump in Aussicht gestellten umfangreichen Investitionen in Bauvorhaben und Rüstung in den USA trieben auch in Europa die entsprechenden Sektoren nach oben. Der Dax legte zeitweise um 1,1 Prozent auf 10.766 Punkte zu und lag damit so hoch wie seit zwei Wochen nicht mehr. „Die Märkte freuen sich auf eine Deregulierung der Banken, auf schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme und die Senkung von Unternehmenssteuern“, erklärte Stratege Jochen Stanzl von CMC Markets. Am Tag zuvor hatte noch die Furcht überwogen, dass Trump seine Ankündigungen im Wahlkampf wahrmachen könnte, den Freihandel zu bekämpfen und die Abschottung der heimischen Wirtschaft zu fördern. Hoffnungen auf Investitionen und Deregulierung beflügelten auch die Finanzwerte. Der europäische Bankenindex stieg zeitweise um 4,1 Prozent auf 110,52 Punkte – das war der höchste Stand seit Ende April. Der Kurs der Deutschen Bank gewann mehr als 5 Prozent, Commerzbank-Titel legten um 6 Prozent auf 6,79 Euro zu und erreichten damit ein Fünf-Monats-Hoch. Noch stärker stiegen die Kurse der Schweizer Geldhäuser UBS und Credit Suisse.

boerse.ard.de
spiegel.de
handelsblatt.com

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Die weiteren Themen von heute:

  • Bundesbank: Online-Bezahlen auf dem Vormarsch
  • EU-„Beipackzettel“ für Finanzprodukte kommt ein Jahr später
  • Britische Regierung warnt vor Vertrauensverlust in Geldhäuser
  • UniCredit: Nettogewinn um 12 Prozent gesunken
  • Aareal Bank mit geringerem Quartalsgewinn
  • Goldman Sachs prüft bei hartem Brexit Verlagerung nach Frankfurt
  • Flash Crash: Händler gesteht Börsenmanipulation
  • Große Scheine nicht mehr gültig – Inder stürmen Banken
  • Creditreform: Überschuldung nimmt weiter zu
  • Fed-Banker Williams betont Unabhängigkeit der US-Notenbank
  • Juncker hält Kritik deutscher Politiker an EZB für zu scharf
  • Ex-HRE-Chef Funke muss vor Gericht

Was morgen wichtig wird

Auf einer Tagung in Frankfurt zum Thema „Banken zwischen Recht und Unrecht“ sprechen unter anderem der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld, der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), Hans-Jürgen Papier, und der Chef der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba), Herbert Hans Grüntker. Das Bundeswirtschaftsministerium informiert über die wirtschaftliche Lage. Auf dem Bundesparteitag der Grünen (bis 13. November) in Münster soll es auch um den Streit über die Vermögenssteuer gegen. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Inflationsrate für Oktober 2016. Der Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische AG gibt seine Zahlen zum dritten Quartal bekannt.

Der Nachschlag

So motivieren Sie sich

Frust, Fehler und unrealistische Erwartungen können die Arbeit zur Qual machen. Statt verpassten Chancen nachzutrauern, raten Experten dazu, diese Abwärtsspirale zu durchbrechen und sich selbst anzuspornen. Eigenmotivation fängt mit realistischen und angebrachten Erwartungen an die Arbeit und Ihr Umfeld an. Dazu sollten Sie sich ihrer eigenen Stärken und Schwächen bewusst sein. Das Beste aus dem zu machen, was Sie haben, ist eine erlernbare Kunst. Tipps von Wirtschaftsprofessor Pablo Maella, wie Sie proaktiv agieren, bekommen Sie hier:


Bildnachweis Vorschaubild (US-Flagge): iStock.com/Yamac Beyter

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