Bank of Japan lässt Leitzinsen unverändert – Warten auf die Fed

Bankenbrief
Wichtiges vom 21. September 2016

Das Thema

Bank of Japan lässt Leitzinsen unverändert – Warten auf die Fed

Vor dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am heutigen Abend hat die Bank of Japan (BOJ) sich am Morgen angesichts der schwachen Wirtschaftsentwicklung die Option auf eine zusätzliche Ausweitung der Geldflut offen gehalten. Zunächst bleibe es beim jährlichen Volumen der Wertpapierkäufe von 80 Billionen Yen (700 Milliarden Euro) und beim Negativzins von minus 0,1 Prozent, teilte die BOJ heute mit. Beide Stellschrauben könnten aber noch weiter gelockert werden. Die Notenbank wolle den geldpolitischen Instrumentenkasten nun verstärkt zur Steuerung der Zinsstrukturkurve einsetzen, hieß es in einem Bericht. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen soll bei Null gehalten werden. Experten rechnen heute nicht mit einer Anhebung der Leitzinsen in den USA. Die Wahrscheinlichkeit wurde mit 22 Prozent angegeben. „Die Währungshüter haben nie (…) die Zinsen erhöht, wenn der Markt es nicht mindestens vier Wochen vorher mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eingepreist hat“, sagte Bernd Ondruch, Gründer der Hedgefondsgesellschaft Astellon Capital Partners. Das sei eine Lehre aus der überraschenden Zinserhöhung 1994, die die Märkte einbrechen ließ.

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Was morgen wichtig wird

Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken trifft sich in Frankfurt zu seiner Jahreskonferenz. Neben dem Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sprechen unter anderem das EZB-Direktoriumsmitglied Sabine Lautenschläger und EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis. In Berlin tagt der Bundestags-Untersuchungsausschuss zu den Cum/Ex-Geschäften.

Der Nachschlag

Anleger parken Geld, aber investieren nicht

Das private Geldvermögen weltweit ist in den vergangenen sieben Jahren um 61 Prozent gestiegen. Das geht aus dem heute veröffentlichten „Global Wealth Report“ der Allianz hervor. Allerdings zögen gerade in Europa immer mehr Privat-Anleger Geld aus den Kapitalmärkten ab. „Sparen entpuppt sich so bei genauerer Analyse vor allem als ‚Geldparken‘ und nicht als Investieren“, hieß es in dem Bericht.

spiegel.de


Bildnachweis Vorschaubild (Bank of Japan): iStock.com/Manakin

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