Banken können Boni künftig bis zu sieben Jahre zurückfordern

Bankenbrief
Wichtiges vom 20. Januar 2017

Das Thema

Banken können Boni künftig bis zu sieben Jahre zurückfordern

Bankmanager, die sich Verstöße schuldig gemacht und somit ihrem Geldhaus finanziell geschadet haben, müssen künftig bis zu sieben Jahre lang damit rechnen, dass Geldhäuser ihre Bonuszahlungen zurückverlangen. Die Rückforderungen – Clawback genannt – sind erstmals in Deutschland in den Vorschriften für die Vergütung von Bankern enthalten, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) veröffentlicht wurden. Die neuen Regeln gelten ab dem 1. März. Die Einführung der Clawbacks erfordert, dass Banken bestehende Arbeitsverträge entsprechend abändern und dafür die Zustimmung der Mitarbeiter einholen. „Dabei wurde der ursprüngliche Entwurf für Clawbacks weiter verschärft“, erklärte der Experte für Bankenvergütung, Florian Frank, von der Beratungsfirma Willis Towers Watson. Banken dürfen mindestens 40 Prozent der Boni nicht sofort auszahlen. Sie müssen vielmehr mindestens drei bis fünf Jahre warten, um sicher zu sein, dass kein Fehlverhalten vorlag. Nach den Erfahrungen der Finanzkrise wollen die Aufsichtsbehörden verhindern, dass Banker zu hohe Risiken eingehen, um ihre Bonuszahlungen zu steigern.

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Was Montag wichtig wird

Nach der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident beschäftigt sich das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) bei einem Pressegespräch mit dem Thema: „Mit Trump, trotz Brexit: Wie die EU zu retten ist.“ Die Boston Consulting Group stellt in Frankfurt eine Studie zum Firmenkundengeschäft von Banken vor. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) präsentiert in Berlin seine Konjunkturprognose für 2017. Das European Finance Forum lädt zum Neujahrsempfang mit dem Thema „Wirtschaftsausblick 2017 – Auf dem Weg zurück zur Normalität?“

Der Nachschlag

Wo die Deutschen ihr Bargeld verstecken

Wegen der niedrigen Zinsen nimmt die Angst um das Ersparte zu. 42 Prozent der Bundesbürger tragen ihr Bargeld nicht zur Bank, sondern lagern es zu Hause, wie eine Studie des Versicherungsportals knip zeigt. Allerdings macht vielen die steigende Zahl der Einbrüche Sorge. Deshalb verstecken sie ihr Geld an den unterschiedlichsten Orten, der Umfrage zufolge beispielsweise im Schuh- oder Kleiderschrank, unter Matratzen, im Spülkasten der Toilette oder auch im Kühlschrank. Welche Verstecke am beliebtesten sind und was Experten raten, wo Sie besser ihr Geld aufbewahren sollten, lesen Sie hier:

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