Banken testen Smartphone-Geldbörse

Bankenbrief
Wichtiges vom 25. November 2016

Das Thema

Banken testen Smartphone-Geldbörse

Die Pläne zahlreicher deutscher Finanzinstitute, das Bezahlen per Handy möglich zu machen, werden konkreter. Die Deutsche Bank will nach der laufenden Testphase ab Anfang nächsten Jahres dieses Angebot allen Kunden zugänglich machen, wie ein Sprecher des Geldhauses einem Medienbericht zufolge sagte. Die wesentlichen Startvoraussetzungen für die Handy-Geldbörse sind mittlerweile erfüllt: Derzeit stellen viele Einzelhändler ihre Kassenterminals auf die NFC-Technologie um, auf die die meisten Handy-Bezahlsysteme setzen und die über kurze Distanz Daten per Funk überträgt. Mit einer Bankkarte mit NFC-Chip kann man kontaktlos an der Ladenkasse bezahlen. Dies funktioniert auch, wenn die Karte im Handy hinterlegt ist. Andere Techniken nutzen das Smartphone selbst wie eine Bankkarte. Auch die Genossenschaftsbanken sind im Probelauf. Anfang Dezember sollen die Pilotbanken Kasseler Bank und Raiffeisenbank Baunatal zunächst mit 100 Testern das Bezahlen per Smartphone ausprobieren. Wann das Angebot für alle Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken geöffnet wird, ist noch nicht klar. Konkurrent Apple Pay ist in Europa bereits im Sommer in Frankreich und der Schweiz gestartet. Nun erwarten Experten, dass Deutschland bald folgen könnte. Dass Bargeld in Deutschland weiter besonders beliebt ist, zeigt eine Allensbach-Umfrage: 66 Prozent gaben an, Bargeld den Vorzug zu geben. Aber die Karte holt auf: Während 2015 lediglich 19 Prozent am liebsten mit Karte gezahlt haben, sind es dieses Jahr schon 29 Prozent.

faz.net
golem.de
t3n.de

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Die weiteren Themen von heute:

  • Treffen der Bankenaufseher in Chile mit Spannung erwartet
  • Schäuble will neues Online-Register gegen Geldwäsche schaffen
  • Unsicherheit über Zukunft von Monte dei Paschi hält an
  • FinTechs setzen auf Kooperation mit etablierten Instituten
  • Ifo: Exporterwartungen sind nach Trump-Wahl gesunken
  • Weidmann: EU-Kommission bei Budgetkontrolle entmachten
  • EZB-Chefvolkswirt Praet warnt vor Auseinanderdriften der Bankensysteme
  • EZB-Ratsmitglied Stournaras: kein Abschmelzen von Anleihekäufen

Was die kommenden Tage wichtig wird

Am Samstag wird die Deutsche Lufthansa aufgrund des Pilotenstreiks 137 Flüge streichen. Am Montag legt die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Frankfurt ihren Bericht „Insolvenzen in Deutschland 2016“ vor. Bei seinem Treffen in Chile (bis 29. November) will der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) über neue Kapitalregeln für Banken entscheiden. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, spricht vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hält eine Rede zum Thema „Herausforderungen für die wirtschaftliche Integration auf europäischer Ebene“. In Frankfurt beginnt die Handelsblatt-Jahrestagung „European Banking Regulation“ (bis 30. November). Zum Thema „Blockchain“ nehmen in Frankfurt das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Carl-Ludwig Thiele, und der Chef der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, Stellung. Ebenfalls zu diesem Thema findet in Berlin ein Treffen des European Finance Forum statt.

Der Nachschlag

Weihnachtsrede mal anders

Die Zeit der Weihnachtsfeiern ist für viele angenehm, andere sehen sie eher als Pflichtveranstaltung. Eine gute Weihnachtsrede kann zur positiven Stimmung beitragen und das Wir-Gefühl stärken. Experten empfehlen, sich zu beschränken und an die Highlights des Jahres zu erinnern. Nüchterne Fakten sind eher nicht gefragt, Kritik ist auch fehl am Platze. Kurz, bündig und lustig sollte sie sein. Auch Tricks wie zum Beispiel Streichhölzer oder eine bestimmte Tafel Schokolade helfen. Was es damit auf sich hat, lesen Sie hier:


Bildnachweis Vorschaubild: iStock.com/LDProd

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