Banken zwischen Vertrauensvorschuss und Vertrauensverlust

Bankenbrief
Wichtiges vom 17. Oktober 2016

Das Thema

Banken zwischen Vertrauensvorschuss und Vertrauensverlust

Die klassische Filialbank genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert. Drei von vier Bankkunden bezeichnen diese als ihren „wichtigsten bzw. ‚primären‘ Finanzdienstleister“ – vor der Direktbank (20 Prozent) und Nicht-Banken (16 Prozent). Das ergab eine heute veröffentlichte Untersuchung des Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young). Diesen Vertrauensvorschuss gelte es zu nutzen, sagte dazu Olaf Toepfer, Partner und Leiter Banking und Wealth Management bei EY. Nur so könnten Banken konkurrenzfähig bleiben. Denn die weltweite Studie, bei der 52.000 Bankkunden (darunter etwa 2.000 aus Deutschland) befragt wurden, zeigt auch: Das Vertrauen in die Banken ist bei 37 Prozent der deutschen Kunden innerhalb der vergangenen zwölf Monate gesunken. Bei 11 Prozent ist es gestiegen. Zum Vergleich: Nur in Italien und Spanien fiel die Entwicklung noch schlechter aus. „Fast ein Jahrzehnt nach Beginn der Finanzkrise hat es die Finanzbranche immer noch nicht geschafft, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen“, kommentierte Ulrich Trinkaus, Partner von EY, die Ergebnisse. Auch glaubt der Studie zufolge nur jeder fünfte deutsche Bankkunde, dass die Produkte und Dienstleistungen seiner Hausbank auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Jeder Dritte hat im vergangenen Jahr häufiger das Online-Angebot genutzt, 17 Prozent erledigen Bankgeschäfte oft via Smartphone. Gleichzeitig bewerten 26 Prozent das Online- und Mobilangebot der Geldhäuser in Deutschland mit einer Topnote – im weltweiten Durchschnitt sind es hingegen 44 Prozent.

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Was morgen wichtig wird

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. präsentiert in Berlin den „Deutschen Startup Monitor“ (DSM) 2016. Zahlen zum dritten Quartal veröffentlichen der Vermögensverwalter BlackRock und Goldman Sachs in New York. Das Statistische Bundesamt informiert in Wiesbaden über die Ausstattung privater Haushalte mit Mobiltelefonen.

Der Nachschlag

Film ab! Wann ist ein Bewerbungsvideo sinnvoll?

Sie wollen einen Job, in dem es auf Kreativität, Initiative und Ausstrahlung ankommt? Dann kann – neben einem aussagestarken Anschreiben und Lebenslauf – ein Video Ihre Bewerbung abrunden. Doch was gehört in einen gelungenen Clip, welche technischen Details sind zu beachten und ist ein Dreh im Selfie-Stil zu empfehlen? Auf diese und weitere Fragen gibt Bewerbungscoach Franz Bauer Antworten:

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Bildnachweis Vorschaubild: iStock.com/Highwaystarz-Photography

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