Bankenverband: Baseler Zeitplan im Zweifel strecken

Bankenbrief
Wichtiges vom 07. November 2016

Das Thema

Bankenverband: Baseler Zeitplan im Zweifel strecken

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat vor einer Benachteiligung europäischer Banken durch neue Kapitalregeln des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht gewarnt. „Im Zweifel ist es besser, den Zeitplan der Baseler Aufseher zu strecken, als eine schlechte Lösung übers Knie zu brechen“, sagte Verbandspäsident Hans-Walter Peters heute in Frankfurt. Die deutschen Banken und ihre Aufseher sind gegen eine Verschärfung von Basel III, weil sie befürchten, dass einige Geldhäuser dann deutlich mehr Kapital bräuchten. „Gegenwärtig werden Zahlen gehandelt, die noch immer zwischen 30 und 50 Prozent (über dem aktuellen Kapitalbedarf) liegen“, sagte Peters. „Diese Wettbewerbsverzerrung wäre nicht hinnehmbar.“ Die bisher ergriffenen Regulierungsmaßnahmen seien zwar richtig, das Pendel drohe aber nun zu weit auszuschlagen. „Regulierung darf nicht dazu führen, dass Banken nicht mehr in der Lage sind, Wirtschaft, Wachstum, Arbeitskräfte und damit Wohlstand zu finanzieren.“ Wegen des Zinstiefs schließt der Verband Gebührenerhöhungen für Kunden nicht aus. „Es gibt keine Obergrenze für Gebühren, letztlich regelt das der Markt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Michael Kemmer. Allerdings seien deutliche Anhebungen nicht zu erwarten. „Wir haben in Deutschland einen extrem harten Wettbewerb, der dafür sorgen wird, dass die Gebühren nicht in den Himmel wachsen“, so Kemmer.

zeit.de
reuters.com
bankenverband.de

Zur kompletten Ausgabe des heutigen Bankenbriefs gelangen Sie über den folgenden Link:

Bankenbrief

Sie wollen den Bankenbrief in Zukunft werktäglich ab 16:00 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach wissen. Dann nutzen Sie das Anmeldeformular direkt auf der Seite des Bankenverbandes:

Newsletteranmeldung

Die weiteren Themen von heute:

  • Tesco Bank stoppt Online-Banking wegen Hacker-Angriff
  • Vergleiche zwischen US-Regierung und europäischen Banken bis Januar möglich
  • Auf Banker an der Wall Street kommen Bonuskürzungen zu
  • Europäische Volkswirte favorisieren EZB-Politik
  • Deutlicher Gewinnrückgang bei HSBC
  • UBS darf sich gegen Herausgabe von Kundendaten an Frankreich wehren
  • Änderungen im Vorstand des Bankenverbandes
  • Schweizer Notenbankerin Maechler: Wegen US-Wahlen Intervention möglich
  • Italienischer Notenbanker Signorini erwartet weitere EZB-Anleihekäufe
  • Bouffier will in Brüssel für Finanzplatz Frankfurt werben

Was morgen wichtig wird

Im Fokus der Weltöffentlichkeit steht die Präsidentenwahl in den USA mit der Entscheidung zwischen Ex-Außenministerin Hillary Clinton und dem Immobilienunternehmer Donald Trump. Auch das Repräsentantenhaus wird neu gewählt und ein Drittel des US-Senats. Der Bundesgerichtshof klärt die Rechtslage bei Bausparverträgen: Kassieren Bausparkassen zu Recht eine Darlehensgebühr? In Brüssel treffen sich die EU-Finanzminister. Weitere europäische Banken veröffentlichen ihre Zahlen des dritten Quartals, darunter Crédit Agricole und Banco Popolare.

Der Nachschlag

Vorsicht vor gutgemeinten Geschenken

Präsente zu Weihnachten an Vorgesetzte oder Kollegen sind nicht ohne Risiko. Das gutgemeinte Geschenk kann schnell zum Reinfall werden. Auf keinen Fall sollten es Boxer-Shorts oder im Dunkeln leuchtende Nikoläuse sein. Wenn man doch etwas schenken will, sollte man den richtigen Zeitpunkt wählen und lieber auf ein gewisses Understatement setzen, raten Knigge-Experten. Wein und Delikatessen seien immer noch gefragt. Wie man schenken sollte und was am Geeignetsten ist, lesen Sie hier:


Bildnachweis Vorschaubild: iStock.com/luxizeng

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

*

code