Baseler Ausschuss will Kompromiss zu Basel IV finden

Bankenbrief
Wichtiges vom 28. November 2016

Das Thema

Baseler Ausschuss will Kompromiss zu Basel IV finden

In Santiago de Chile beginnt heute das Treffen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Die Teilnehmer wollen neuen Kapitalvorschriften (Basel IV) für Geldhäuser festlegen. Bei der Kontroverse streiten Europa und die USA vor allem um die Bewertung von Risiken der Geldhäuser. Bislang wurde noch kein Kompromiss gefunden. Stefan Ingves, Vorsitzender des Gremiums und schwedischer Notenbankchef, erwartet jedoch eine Einigung bis Ende des Jahres, wie er in einem heute veröffentlichten Interview sagte. „Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingt; und es ist meine Aufgabe, dies sicherzustellen“, betonte er vor Beginn der zweitägigen Sitzung. Die Ratingagentur Fitch warnte davor, die Regeln in beiden Regionen auseinanderdriften zu lassen. Dann werde es noch schwieriger, die Stärke unterschiedlicher Banken miteinander zu vergleichen, hieß es. Das könnte es für Institute wiederum komplizierter machen, Investoren zu finden. Claudio Borio, Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), forderte die Bankenaufseher auf, die neuen Kapitalvorschriften schnell zu verabschieden und sie nicht zu verwässern. Andererseits wäre es schwierig, einen Schlussstrich unter die Finanzkrise zu ziehen, sagte er auf einem Treffen der European Banking Authority (EBA).

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Die weiteren Themen von heute:

  • EZB bereitet sich auf Ansturm britischer Banken vor
  • EZB liefert mehr Bankdaten
  • Zwei Banken könnten BoE-Stresstest nicht bestehen
  • Insider: Standard Chartered verschärft Sparkurs
  • Kreise: Santander kippt Aufspaltung in Großbritannien
  • Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum gestiegen
  • Ökonomen erwarten US-Aufschwung
  • Dombrovskis will Abwicklungsregeln für Clearinghäuser
  • Cœuré: EZB wird Griechenland-Aufnahme in Anleihekäufe prüfen
  • Wißmann: Kundendaten bei Paydirekt absolut geschützt

Was morgen wichtig wird

In Santiago de Chile endet das Treffen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht.

Der Nachschlag

„Negativzinsen“ ist Schweizer Finanzwort des Jahres

Nach „Nullzinspolitik“ und „Frankenschock“ in den Vorjahren sind es jetzt die „Niedrigzinsen“ geworden: Eine Jury von Finanzexperten hat heute das Schweizer Finanzwort des Jahres 2016 gekürt. Negativzinsen stellten die Grundprinzipien der Wirtschaft auf den Kopf. Zudem tangierten sie die Schweiz stärker als die meisten anderen Länder, hieß es in der Begründung. Zur Jury gehörten unter anderem der frühere UBS- und Credit-Suisse-Chef Oswald Grübel, der Schriftsteller Michael Theurillat und der Ökonom Albert Steck von der Migros Bank.


Bildnachweis Vorschaubild: iStock.com/omersukrugoksu

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