BIZ: Notenbanken sollen bei lockerer Geldpolitik nicht übertreiben

Bankenbrief
Wichtiges vom 14. September 2016

Das Thema

BIZ: Notenbanken sollen bei lockerer Geldpolitik nicht übertreiben

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat die Zentralbanken weltweit ermahnt, ihre lockere Geldpolitik nicht ausufern zu lassen. Statt immer neue Maßnahmen zu ergreifen, um die Mini-Inflationsraten zu bekämpfen, sollten die Währungshüter vielmehr mit den geringen Preissteigerungsraten leben lernen, sagte der BIZ-Experte Claudio Borio heute in Wien. Der erklärte Kritiker der ultralockeren Geldpolitik sieht die Gefahr, dass die Notenbanken weltweit mit ihrer Geldschwemme eine Lage herbeiführen könnten, in der die Rückzahlung von Schulden erschwert oder unmöglich gemacht wird. „Eine solche Schuldenfalle würde es schwierig machen, die Zinsen anzuheben, ohne der Wirtschaft zu schaden“, sagte Borio. Die Notenbanken müssten dazu nicht ihre Mandate ändern. Es könnten aber die Zeitspannen für das Erreichen der Ziele flexibler gehandhabt werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an, hat dieses Ziel trotz aller Maßnahmen seit mehr als drei Jahren aber nicht erreicht.


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Die weiteren Themen von heute:

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  • Sparkassen lassen Konto-App vom Kartellamt genehmigen
  • N26: Geld per Siri versenden
  • Bad Bank der HRE hat Altlasten halbiert
  • Goldnachfrage auf Rekordhoch
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  • EZB-Direktorin Lautenschläger gegen weitere Leitzinssenkung
  • DZ Bank-Chef Kirsch erwartet Fusionswelle kleinerer Banken
  • Juncker: Investitionsplan und Sicherheitsinitiative gegen EU-Krise

Was morgen wichtig wird

Die Bank of England gibt ihren Zinsentscheid bekannt. In Basel endet die zweitägige Sitzung des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS), in dem Repräsentanten von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden aus 27 Ländern vertreten sind. Die Europäische Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht die Inflationsrate für August 2016.

Der Nachschlag

Kein Gegensatz: Menschlichkeit und Rendite

Ohne tiefe Bindung der Mitarbeiter zu ihrem Unternehmen ist heutzutage kein langfristiger Erfolg denkbar. Dennoch hat sich der Anteil derjenigen, die sich in ihrem Job emotional engagieren, in den vergangenen 15 Jahren nicht verändert: 2001 wie 2015 gaben gerade einmal 16 Prozent aller befragten Arbeitnehmer an, sich ihrem Unternehmen tief verbunden zu fühlen. Menschlicher Umgang im Unternehmen ist kein Luxus, menschliche Führung verbessert die emotionale Bindung und die Bilanz, wie eine Studie der Autoren Stephan Brockhoff und Klaus Panreck belegt. Was sie Skeptikern moderner Führungsansätze entgegenhalten, lesen Sie hier:

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Bildnachweis Vorschaubild: iStock.com/ismagilov

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