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Die Spekulationen haben ein Ende. Bereits seit Tagen sind immer wieder Zahlen über einen möglichen Stellenabbau bei der Commerzbank durchgesickert. Nun hat sich die zweitgrößte deutsche Privatbank offiziell in einer Ad-hoc-Meldung „als Reaktion auf aktuelle Marktgerüchte“ geäußert. Laut Unternehmensangaben bestätigt der Vorstand, „dass er dem Aufsichtsrat den Entwurf strategischer und finanzieller Ziele für die Commerzbank bis zum Jahr 2020 zur Erörterung vorgelegt hat“. Zum jetzigen Zeitpunkt sei kein Beschluss zur Umsetzung dieser Ziele gefasst worden.

Man wolle sich in Zukunft im Rahmen der Profitabilität auf das Kerngeschäft konzentrieren „und die damit einhergehende Aufgabe einzelner Geschäftsaktivitäten sowie Digitalisierung und Automatisierung  von Arbeitsabläufen werden zu einem Stellenabbau in Höhe von rund 9.600 Vollzeitkräften führen“. Die Commerzbank betont an dieser Stelle jedoch, dass rund 2.300 neue Stellen in Wachstumsfeldern entstünden. Dies bringt den Entlassenen nicht wirklich etwas.

9.600 Vollzeitkräfte – das bedeutet, jeder Fünfte muss gehen. Ein radikaler Schritt, der durchaus die Frage aufwirft, ob demnächst weitere Häuser derartige Vorhaben in der Öffentlichkeit kommunizieren. Schließlich hat das Filialsterben vielerorts bereits eingesetzt. Der digitale Wandel scheint auch in der Bankbranche als Guillotine für den „Faktor Mensch“ oder das „Humankapital“ daherzukommen. Willkommen im 21. Jahrhundert! Die Strategie heißt „Commerzbank 4.0“ – sollte sie umgesetzt werden, wird das Kreditinstitut im Jahre 2020 anders aussehen. Vor allem werden weniger Menschen bei ihr arbeiten.

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