Danièle Nouy

Danièle Nouy ist die Chefin der europäischen Bankenaufsicht und fordert Obergrenzen für Banken beim Kauf von Staatsanleihen. Was vor Monaten als Vorschlag von Martin Blessing noch kritisiert wurde, erhält nun angesichts des schlingernden Kurses der Griechen Beifall. So ändern sich die Zeiten.

Hassliebe könnte man die Beziehung von Politik und Bank nennen. Geraten Banken in Schieflage und müssen staatlich gerettet werden, ist die Empörung gegenüber Bank und Politik groß.

Hassliebe könnte man es nennen

Deshalb wurden die Vorschriften zur Vergabe von Krediten in den letzten Jahrzehnten stetig verschärft. Nur an Staaten können Banken je nach Belieben Kredite vergeben. Mehrere Hundert Prozent vom Eigenkapital sind auch für deutsche Banken keine Seltenheit. Für Banken ist das Geschäft lukrativ, denn der Staat zahlt gut und Banken erhalten derzeit preiswert Geld bei der EZB. Da stimmt die Rendite. Das geht aber nur so lange gut, bis es knallt. Und scheinbar mehren sich die Menschen, die Angst haben, es könnte mal knallen. Den Knall aus Griechenland will keiner hören. Auch wenn das Land recht klein ist und der reine Zahlenwert als überschaubar gilt. Keiner hat die Glaskugel gesehen, welche die Effekte nach einem Knall in Griechenland zeigt.

Daher: Chapeau Frau Nouy, wir drücken die Daumen.

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Julian Achleitner war von 2014 bis 2016 Redakteur bei BANKINGNEWS.

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