Allianz-Chefberater El-Erian kritisiert Bundesregierung

Berlin – „Das System ist nicht so stabil, wie es scheint.“, sagt Mohamed El-Erian, der Chefberater des Versicherungskonzerns Allianz. In einer Pressemitteilung von Capital vom 15. Februar 2017 warnt er vor den Risiken, die die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken weltweit mit sich bringt. Laut dem Anlage-Guru nehme der Nutzen der lockeren Geldpolitik beständig ab, während die Risiken steigender Vermögenspreise und unterdrückter Volatilität zunehmen. „Wir sind konditioniert worden, dass man sich auf die Notenbanken schon verlassen kann. Das allein wird aber nicht reichen.“, so El-Erian.

Zudem kritisiert er die Haushaltspolitik der Bundesregierung, weil sie nicht ausreichend in das Wachstum der Republik investiert habe. „Auch Deutschland hat noch nicht jene Strukturreformen und Politik geliefert, die die Euro-Zone braucht“, denn nur mit höherem Wirtschaftswachstum können die Zinsen in der Euro-Zone wieder steigen, betont El-Erian. Er rät, Beschwerden über die aktuell niedrigen Zinsen „sollten Menschen nicht an die Europäische Zentralbank, sondern an die Politik richten.“

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Daniel Fernandez, Jahrgang 1989, ist seit Januar 2017 Redakteur bei BANKINGNEWS. Bereits durch seine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten konnte er erste praktische Erfahrungen im Bereich Medien und Kommunikation sammeln. Während seines Studiums im Fach Englisch Studies, das er im Jahr 2016 mit dem Bachelor of Arts abschloss, arbeitete er als Werbetexter für verschiedene Internetdienstleister.

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