Emmanuel Macron

Frankreich hat sich entschieden: Emmanuel Macron ist der neue Präsident der Fünften Republik. Er gilt als Reformer und Hoffnungsträger Europas, aber auch als kaltherziger Banker und Handlanger der Eliten, je nach dem, wen man fragt. Aufgrund seiner Vergangenheit als Investmentbanker bei Rothschild bietet Macron in der Tat eine breite Angriffsfläche für alle Verschwörungstheoretiker und Feinde neoliberaler Politik. Doch auch aus der deutschen Parteienlandschaft sind bereits erste kritische Stimmen zu hören.

Trotz der allgemeinen Erleichterung über die Niederlage der EU-feindlichen Kandidatin Marine Le Pen kritisieren Union und FDP die von Macron vorgestellten Reformpläne für die Eurozone. Der neue Präsident, der die europäische Integration vorantreiben möchte, plädiert für die Einführung von Eurobonds, eines EU-Finanzminister sowie eines eigenen Budgets für Investitionen der Eurozone. Doch wirtschaftliche Reformen im hoch verschuldeten Frankreich seien viel dringender, hält so mancher deutsche Politiker dagegen. Tatsächlich plant der  39-Jährige auch umfassende Neuerungen im eigenen Land. Durch eine Reihe wirtschaftsliberaler Maßnahmen, wie zum Beispiel drastischer Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst, will er Frankreichs Wachstum wieder in Schwung bringen. Die wirtschafts- und europafreundliche Politik des neuen Präsidenten dürfte auch den Finanzplatz Paris deutlich attraktiver und zu einem würdigen Rivalen der Main-Metropole machen.

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