Erfolgreich anlegen mit ETFs

Autor: Michael Huber u.a.
Euro: 24,99
192 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-89879-994-2
FinanzBuch Verlag

Wie lege ich mein Geld am besten an? Nicht nur Privatpersonen stellen sich diese Frage. Auch immer mehr institutionelle Anleger versuchen, mit dem richtigen Investment an den Märkten Gewinne einzufahren. Scheinbar sehr im Trend sind zurzeit Exchange Traded Funds (ETFs) – ein Grund für Michael Huber und seine vier Experten des „VZ VermögensZentrum“ und des Fintechs „dufour capital“, einen kleinen Ratgeberband zu formulieren. Und genau das will dieses Buch sein: ein Ratgeber, um ein optimales Portfolio auf einer regelbasierten Anlagestrategie zu generieren.
Der Aufbau des Buchs bietet eine interessante Struktur: Neben sechs inhaltlichen Kapiteln folgen zwei Anhänge, die als gute Auflockerung der stilistischen Einbahnstraße dienen. Neben basalen Informationen zu ETFs und ihren Vorteilen überzeugt vor allem das Fragen-und- Antworten-Kapitel. Und dieser Teil ist nicht entstanden, weil die Autoren nach der Lektüre bemerkten, dass ihr Werk Fragen aufwirft, denen man am besten selbst zuvorkommt. Im Gegenteil: Die Fragen sind aus der Sicht von Anlegern formuliert, um diesen die Angst vor dem unbekannten Marktuniversum zu nehmen. Nicht zuletzt erhält der Leser die wichtigste Empfehlung in diesem letzten Abschnitt – etwa heißt es dort, dass die Wahl der Depotbank gut überlegt sein sollte, da zu hohe Depot- und Transaktionskosten die Rendite empfindlich beeinflussen. Dies ist sicherlich keine Neuigkeit, aber der Laie sollte sich diesen Rat ruhig zu Herzen nehmen.

Robuste Anlagen

Die Autoren betonen, dass ihre Bücher immer aus der Perspektive ihrer Kunden gedacht und geschrieben seien. Im Fokus steht die Problematik, dass konventionelle Anleger gerne auf kurzfristige Ereignisse reagieren. Verluste seien immerzu die Folge. Robuste Anlagen wie ETFs seien dagegen die ideale Lösung. Und ihre Nutzung unterliegt den Erfahrungen aus der Vergangenheit. Denn aus den vergangenen Entwicklungen können sich den Autoren nach Regeln ableiten lassen. Diese führen wiederum zu Anlageentscheidungen. Die Entscheider sind diszipliniert, kompromisslos und emotionslos. Oder anders gesagt: keine Menschen. Stattdessen übernehmen Robo-Advisor die Entscheidungen.
Neben den verschiedenen Entscheidungsprozessen, einer Einführung in die sogenannte regelbasierte Geldanlage und dem Aufbau eines Regelwerks für die Geldanlage unterscheidet das Buch in den Kapiteln 4 und 5 zwischen Anlagelösungen für Privatanleger und für Unternehmen. Der Grund hierfür liegt bei einem aktuellen Trend: Immer mehr institutionelle Anleger versuchen, etwa im aktuellen Niedrigzinsumfeld, Lösungen für die betriebliche Altersvorsorge zu finden. Auch hierfür bietet der Ratgeber Impulse und erste Ideen. Somit werden nicht nur reine Privatanleger angesprochen.

Fazit

Das 192 Seiten umfassende Buch ist vielleicht nicht für wissenschaftserprobte Theoriefreunde geeignet, dafür stellt es aber einen praktischen Begleiter für die eigene Geldanlage dar. Wer auf der Suche nach genau dieser Hilfestellung ist, wird hier fündig.

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Christian Grosshardt, Jahrgang 1986, verfügt über mehr als sechs Jahre Berufserfahrung in Print- und Online-Journalismus. Während seines Studiums der Germanistik, das er mit dem Master of Arts abschloss, sammelte er bereits umfangreiche redaktionelle Erfahrungen als freier Mitarbeiter bei der Kölnischen Rundschau. Christian Grosshardt betreut BANKINGNEWS seit der ersten Printausgabe und ist seit August 2016 stellvertretender Chefredakteur.

2 KOMMENTARE

  1. Sehr geehrter Herr Grosshardt,

    bei der Lektüre Ihrer Rezension stellt sich mir die Frage ob Sie das Buch überhaupt verstanden haben. Ich habe sogar das Gefühl das Sie überhaupt nicht wissen, was ein ETF ist.

    Punkt 1) „Scheinbar sehr im Trend sind zurzeit Exchange Traded Funds (ETFs)“
    Scheinbar??? Schauen Sie mal auf die aktuellen Zahlen und auf die Entwicklung der letzten Jahre. Schauen Sie mal auf das verwaltete ETF Vermögen der beiden Platzhirsche BlackRock und Vanguard und auf die extremen Wachstumszahlen.

    Punkt 2) „Auch immer mehr institutionelle Anleger versuchen, mit dem richtigen Investment an den Märkten Gewinne einzufahren.“
    War das jemals anders? Es sind gerade die institutionellen Anleger, die Gewinn einfahren wollen und auch einfahren müssen. Auch Ihre gesamte private Altersvorsorge und sonstigen Versicherungsprämien, legt Ihre Versicherung am Kapitalmarkt an. Sie wären bestimmt sauer wenn Ihre Versicherung leichtfertig das Geld anlegt, etwa in Pennystocks.

    Punkt 3) Ihre Äußerung die Wahl der richtigen Depotbank sei das Wichtigste klingt ein wenig unbeholfen. Natürlich ist die Wahl der Depotbank wichtig (Stichwort Gebühren und Renditeminimierung durch Gebühren) aber ich bezweifel das die beiden Autoren die Brokerauswahl als das wichtigste Element beschrieben haben.
    Der Underlying Index muss genau ausgesucht werden. Suchen Sie sich einen hoch volatilen Markt aus und Sie können wenn Sie Pech haben einen Grossteil Ihres Geldes verlieren. Dieselbe Gefahr droht Ihnen auch bei Nischenmärkten. Es ist schon ein Unterschied ob Sie an der Entwicklung des DAX teilhaben wollen oder an der von Solarfirmen (Stichword SolarWorld).
    Kucken Sie sich die hohe Volatilität von Rohstoff Indizes an. Sie sind wesentlich volatiler als die des Leitindex. Wenn Sie hier zum falschen Zeitpunkt aussteigen (müssen) ist auch bei einem vermeintlich sicheren ETF viel Geld verbrannt.
    Hier die Augen offen zu halten und wachsam zu sein spielt für den Erfolg einer Investition mit einem ETF eine größere Rolle als die Frage nach den Gebühren des Brokers.
    Mir kommt es vor als ob Sie das Buch nur überflogen haben und absolut keinen Schimmer von der zu behandelnden Materie haben. Wahrscheinlich war der Punkt mit der Depotbank der einzige den Sie verstanden haben.

    Punkt 4) „Robuste Anlagen wie ETFs seien dagegen die ideale Lösung. Und ihre Nutzung unterliegt den Erfahrungen aus der Vergangenheit. Denn aus den vergangenen Entwicklungen können sich den Autoren nach Regeln ableiten lassen. Diese führen wiederum zu Anlageentscheidungen. Die Entscheider sind diszipliniert, kompromisslos und emotionslos. Oder anders gesagt: keine Menschen. Stattdessen übernehmen Robo-Advisor die Entscheidungen.“
    Aus welchen Erfahrungen soll ein passiv gemanagter Fonds lernen? Er versucht gar nicht erst eine bessere Performance als der Markt zu erzielen. Er hält sich sogar am Underlying Index, wenn dieser an Wert verliert. Nicht umsonst sind ETFs billiger als aktiv gemanagte Fonds, weil sie keine teuren Fondsmanager unterhalten müssen die proaktiv eingreifen müssen. Diese Aufgabe übernimmt oft ein Computer. Erfahrungen der Vergangenheit spielen bei der Anlageentscheidungen bei einem ETF keine Rolle.

    Punkt 5) „Das 192 Seiten umfassende Buch ist vielleicht nicht für wissenschaftserprobte Theoriefreunde geeignet, dafür stellt es aber einen praktischen Begleiter für die eigene Geldanlage dar.“

    Leider erwähnen Sie mit keinem Wort worin diese praktischen Tipps bestehen. Warum sollten interessierte Anleger dieses Buch kaufen? Wegen dem Tipp man muss die richtige Depotbank aussuchen?

    Alle diese Punkte offenbaren Ihre mangelnde Kenntnis vom aktuellen Marktgeschehen. Von einem stellvertretenden Chefredakteur einer Bankzeitung erwarte ich das er Ahnung vom Geschehen auf dem Kapitalmarkt hat. Ansonsten kann ich ihn nicht Ernst nehmen. Sie kann ich leider nicht Ernst nehmen. I’m sorry!

    • Sehr geehrter Herr Hirschfeld,

      auf einige Aspekte Ihrer Kritik möchte ich doch eingehen:

      Sie stören sich am Begriff „scheinbar“. Sicherlich trifft es an dieser Stelle eher: „Ganz offensichtlich […].“

      Im Text gebe ich deutlich an, dass die von Ihnen mir zugeschriebe Äußerung die Ansicht der Autoren ist. Aus diesem Grund auch die indirekte Rede: „[…] etwa heißt es dort, dass die Wahl der Depotbank gut überlegt sein sollte, da zu hohe Depot- und Transaktionskosten die Rendite empfindlich beeinflussen.“ In diesem Fall ist es nicht meine Äußerung, die „unbeholfen“ klingt. Des Weiteren füge ich sogar an: „Sicherlich ist dies keine Neuigkeit […]“.

      Ich habe versucht, den Aufbau des Buchs in dem mir möglichen Zeichenintervall vernünftig abzubilden. Diese Rezension ist zunächst in der Printausgabe erschienen. Dort stehen uns leider nur rund 3.000 Zeichen, inklusive Leerzeichen, zur Verfügung, sodass wir nicht wie von Ihnen gefordert ins Detail gehen können.

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