Freitag, 17. April 2026
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Erst Prozesse, dann Portale

Banken und Sparkassen sind lรคngst gesetzlich verpflichtet, ein rechtskonformes Hinweisgebersystem einzusetzen, welches die Anonymitรคt des Melders wahrt, die Unabhรคngigkeit der Ombudsstelle und die Vertraulichkeit im Melde- und Kommunikationsprozess sicherstellt. Natรผrlich wurden (und werden noch) im Zuge der Umsetzung institutsรผbergreifend vielfรคltige Lรถsungsvarianten diskutiert. Portallรถsungen sind dabei offensichtlich auf dem Vormarsch. Dass sie รผberzeugen, liegt auch darin begrรผndet, dass die Prozesse rings um die Software stimmen. Dazu zรคhlt beispielsweise auch, die Gewรคhrleistung einer interaktiven Kommunikation zwischen Informant und Ombudsstelle โ€“ die nicht nur technisch mรถglich sein muss, sondern auch einen raschen Austausch in praxi nach sich ziehen sollte. Hilfreich sind Hinweisgeberportale รผberdies, wenn sie die Ereignisse nachvollziehbar dokumentieren. Allerdings steht auch hier der Erfolg eines Systems schnell auf der Kippe, wenn mit diesen Auswertungen nichts angefangen wird und die erfassten Daten lediglich Speicherplatz beanspruchen. Anders sieht die Sache hingegen aus, wenn die auch fรผr Dritte nachvollziehbaren Daten nicht nur gespeichert, sondern auch zielgerichtet bearbeitet werden und die notwendigen Schlรผsse aus den gewonnenen Informationen gezogen werden. Oberste Prioritรคt hat aber die Wahrung der Anonymitรคt des Whistleblowers. Hier kann nun wiederum die Technik allein eine Menge schaffen. Systeme, wie beispielsweise dp:bank (Hinweisgeberportal und Gremienkommunikationsportal) von der denkende Portale gmbh kรถnnen garantieren, dass die Identititรคt der Informanten hundertprozentig geheim bleibt. Gelingen kann diese Gewรคhr mit Hilfe technischer Finessen, wie etwa einem speziell verschlรผsselten Emailprogramm.

Gremienarbeit muss anwenderfreundlich sein

Auch in puncto Gremienarbeit sind Banken und Sparkassen gefordert โ€“ hier allerdings vorrangig aus Kostengrรผnden. Die Summe der manuellen Aufwรคnde entlang des Gremienkommunikationsprozesses wurde in Folge gestiegener Rechtsansprรผche immer hรถher. Folglich haben viele Institute in Portallรถsungen investiert und alle mรถglichen Geschรคftsprozesse weitgehend automatisiert. Solche Systeme mรผssen darum in der Regel recht komplexen rechtlichen Anforderungen genรผgen. Beispielsweise sind die Informationspflichten des MaRisk (Ad-Hoc-Kommunikation) oder des Paragrafen ยง25d KWG zu berรผcksichtigen. Fรผr Banken und Sparkassen ist neben der Einhaltung der Gesetze und der Revisionssicherheit vor allem zweierlei wichtig, nรคmlich dass:
1.ย ย  ย die umgehenden Unterrichtung aller betreffenden Gremienmitglieder รผber unvorhersehbare Fehlentwicklungen gewรคhrleistet ist und
2.ย ย  ย die Dokumentation der rechtskonformen und rechtzeitigen Kommunikation sichergestellt wird.

Damit die Gremienarbeit mit Unterstรผtzung einer Portallรถsung gelingt, sind auch hier im Vorfeld zunรคchst die Prozesse grรผndlich aufzunehmen โ€“ unter Berรผcksichtigung aller Bedรผrfnisse der Beteiligten, wie etwa der Stabsmitglieder und der Gremienstruktur des Kreditinstituts. Sind die Ablรคufe harmonisiert und passen zu den Prozessmitarbeitern, kรถnnen Anforderungen an eine mรถgliche Portallรถsung abgeleitet und bei entsprechenden Anbietern abgefragt werden. Dabei steht zweifelsohne auch die Frage im Raum, ob hier eine Eigenentwicklung helfen kann. Die IT-Spezialisten der denkende portale haben hier unterschiedliche Erfahrungen machen kรถnnen โ€“ bei dem einen Institut mag โ€žSelf-madeโ€œ funktionieren, bei vielen anderen geht es gehรถrig schief. Aus finanzieller Sicht lohnt es sich in beiden Fรคllen nicht. Dafรผr sind die Anschaffungs- und Lizenzkosten fรผr eine extern gepflegte Gremienportallรถsung zu gering. Das ist auch der Grund dafรผr, dass inzwischen etwa 2000 Aufsichtsrรคte auf die elektronische Gremienkommunikation der denkende portale gmbh zurรผckgreifen.

Portale kรถnnen helfen, Prozesse zu beschleunigen und effizienter zu gestalten. Damit dies gelingt, mรผssen im Vorfeld alle relevanten vor- undย  nachgelagerten Ablรคufe optimal ausgerichtet sein und sich an den Bedรผrfnissen der involvierten Mitarbeiter orientieren. Das bedeutet wiederum nicht, dass gewohnte Pfade nicht verlassen werden dรผrfen! Es geht vielmehr im Kern darum, Bewรคhrtes in dem neuen Portal aufzugreifen und den Prozess insgesamt sicherer und effizienter zu gestalten. Dies kann mit Hilfe markterprobter Lรถsungen in der Regel schneller gelingen, als mit selbstgebauten Anwendungen.

Bildnachweis: ismagilov via istockphoto.de

Bernd Schilbach ist Geschรคftsfรผhrer der denkende portale gmbh.

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