EU will Auslandsbanken zu mehr Kapital in Europa zwingen

Bankenbrief
Wichtiges vom 22. November 2016

Das Thema

EU will Auslandsbanken zu mehr Kapital in Europa zwingen

Die EU-Kommission will Insidern zufolge ausländische Institute künftig dazu zwingen, eigenes Kapital für ihre Europa-Aktivitäten vorzuhalten, wie es in Medienberichten heißt. Kommissions-Vize Valdis Dombrovkis wolle die Pläne morgen vorstellen. Betroffen wären Institute, die mindestens 30 Milliarden Euro in der EU verwalten. Ihre europäischen Ableger müssen künftig über ausreichend Mittel verfügen, sodass sie im Krisenfall weder auf Hilfe aus der Zentrale in Übersee noch von staatlicher Seite angewiesen sind. Die EU will Beobachtern zufolge offenbar ein ähnliches System wie in den USA einführen. Seit 2014 gelten dort strengere Vorgaben für Auslandsbanken. Institute wie die Deutsche Bank müssen inzwischen ihre US-Geschäfte über separate Tochterfirmen führen. Diese Bank in der Bank muss selbst Eigenkapital und Liquidität vorhalten. Das verteuert für Auslandsinstitute die Geschäfte in den USA deutlich. Die USA wollten mit der Verschärfung sicherstellen, dass bei einer neuen Krise auch für die US-Töchter ausreichend Kapitalpuffer bereitstehen. Die EU warf den Amerikanern daraufhin Protektionismus vor.

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Was morgen wichtig wird

Die EU-Kommission legt ihre Pläne für Auslandsbanken vor. Die Deutsche Bank stellt ihren Ausblick auf den Kapitalmarkt 2017 vor. Der Verband der Auslandsbanken befasst sich mit der aktuellen Lage der Finanzinstitute. An der Frankfurter Börse werden auf einer Podiumsdiskussion die Aussichten des Finanzplatzes Frankfurt nach dem Brexit-Votum der Briten debattiert. Auf der Banken Challenge 2020 in Köln (bis 24.11.) stehen neue Geschäftsmodelle und Entwicklungen in der Finanzbranche im Mittelpunkt. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veranstaltet seine Jahrestagung 2016. Wegen eines Pilotenstreiks streicht die Lufthansa 876 Flüge.

Der Nachschlag

Weihnachts-Quiz: Was ist am Arbeitsplatz erlaubt?

Um vorweihnachtliche Stimmung im Büro zu verbreiten, stellen manche an ihrem Arbeitsplatz einen Adventskranz auf. Ihr Arbeitgeber verbietet Ihnen jedoch, die Kerzen anzuzünden. Müssen Sie diese Weisung akzeptieren? Und was passiert, wenn Sie krankgeschrieben sind und der Chef Sie auf dem Weihnachtsmarkt antrifft? Darf er Ihnen mit Kündigung drohen? Die Antworten auf diese und weitere knifflige Fragen finden Sie im Arbeitsrecht-Quiz zur Weihnachtszeit:


Bildnachweis Vorschaubild: iStock.com/ooyoo

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