Experten: EZB wird Geldpolitik nicht ändern

Bankenbrief
Wichtiges vom 26. April 2017

Das Thema

Experten: EZB wird Geldpolitik nicht ändern

Ökonomen erwarten von der morgigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Änderung der Geldpolitik. Als ein Grund wurde die Präsidentschaftswahl in Frankreich genannt. „Es ist hochgradig unwahrscheinlich, dass die EZB irgendetwas unternimmt, was die Markterwartungen zwischen der ersten und der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen beeinflussen könnte“, sagte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa. Die Franzosen entscheiden am 7. Mai, ob der europafreundliche Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron oder Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National in den Élysée-Palast einziehen wird. Jörg Krämer, Chefökonom der Commerzbank, lobte die Rolle der Geldpolitik Mario Draghis vor dem Hintergrund des Erstarkens von Populisten in Europa. Die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone werde populistische Parteien ausbremsen, der Aufschwung sei „aber nicht ausreichend, um sie wieder verschwinden zu lassen“, sagte er in einem heute veröffentlichten Interview. Draghi selbst hatte vor Kurzem die EZB-Geldpolitik als „sozial progressiv“ bezeichnet, da sie Konsum, Investitionen und Jobs fördere. Stefan Pichler, Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), kritisierte hingegen eine Folge der Niedrigzinspolitik der Notenbank. „Jene Banken, die sich stark durch Bankeinlagen finanzieren, beginnen jetzt, besonders riskante Kredite zu vergeben“, sagte er in einem Interview. Sie hätten ansonsten keine andere Chance mehr, Erträge zu erzielen.

diepresse.com
nzz.ch

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  • Comdirect steigert Vorsteuergewinn um 16 Prozent
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Was morgen wichtig wird

In Frankfurt entscheidet der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) über die künftige Geldpolitik der Notenbank. Die Deutsche Bank veröffentlicht ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal 2017. Die Commerzbank stellt eine Studie zum Umbruch im Mittelstand vor. Ein Ergebnis: In fünf Jahren werden zwei Drittel der Unternehmen eine neue Führungsspitze haben.

Der Nachschlag

Banker-Style mit Stil und Regelwerk

Je gehobener die Position im Unternehmen, desto bunter darf es zugehen – zumindest kleidungstechnisch, und das auch nur bei Frauen. Der richtige Dresscode in der Finanzbranche ist manchmal nicht leicht zu entschlüsseln. Das britische Branchenportal „Business Insider“ hat sich deshalb in der Finanzmetropole London umgehört und diverse Banker befragt, wie man(n) sich in der „City“ zu kleiden hat. Demnach sind Hosenträger oder Krawattennadeln verpönt, und auch der Trend zum gepflegten Vollbart hat hier nicht wirklich um sich gegriffen. Auch hinterm so locker daherkommenden „Casual Friday“ stecken teils starre Regeln. Bei welcher Bank Männer freitags ein pinkes oder gemustertes Hemd aber keine Jeans tragen dürfen und weitere Styling-Tipps, lesen Sie hier:

Bildnachweis Vorschaubild: iStock.com/Nikada

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