Experten: EZB wird Kurs trotz Inflation beibehalten

Bankenbrief
Wichtiges vom 08. März 2017

Das Thema

Experten: EZB wird Kurs trotz Inflation beibehalten

Einen Tag vor der Entscheidung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) über die künftige Geldpolitik erwarten Finanzexperten keine Kursänderung der Währungshüter. Zwar habe das Erreichen der Inflationsrate von 2 Prozent die EZB-Kritiker bestärkt, einen anderen Kurs der Notenbanker zu fordern, sagte heute Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa in Frankfurt. Die EZB wolle aber keine neuen Unsicherheiten im Vorfeld zweier wichtiger Wahlen in der Eurozone auslösen. Analysten gehen auch davon aus, dass EZB-Präsident Mario Draghi seine kurzfristige Inflationsprognose nicht stark anheben wird. Draghi sei nicht der Ansicht ist, dass die Inflation im Euroraum wirklich zurückgekehrt ist, hieß es in einem Medienbericht. Zudem seien die Unterschiede in einzelnen Euroraum-Ländern – im Januar belief sich die Inflation auf 0,2 Prozent in Irland und 3,1 Prozent in Belgien – ebenfalls eine Herausforderung, wie der frühere britische Notenbankgouverneur Mervyn King sagte. „Die Europäische Zentralbank tut sich schwer, dieselbe Geldpolitik auf eine Gruppe von Ländern anzuwenden, die offensichtlich eine recht unterschiedliche Geldpolitik benötigen.“

 

bloomberg.com
handelsblatt.com
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Was die morgen wichtig wird

In Frankfurt gibt Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), das Ergebnis der Beratung des EZB-Rates über die künftige Geldpolitik bekannt. In Berlin spricht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf der Konferenz „G20 and Locally Focused Banks“ des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), des Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), des Weltinstituts der Sparkassen (WSBI) und der European Association of Co-operative Banks (EACB). Das Kieler Institut für Weltwirtschaft verkündet seine Frühjahrs-Konjunkturprognose.

Der Nachschlag

Digitales Fasten ist „in“

Das Handy klingelt ständig, selbst während des Urlaubs kommen jeden Tag Dutzende Mails. Die Botschaften aus den sozialen Medien sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Die digitale Welt ist für viele Segen und Fluch zugleich. Abhilfe kann ein neuer Trend schaffen: das digitale Fasten. Dabei geht es nicht um totalen Verzicht, sondern um ein Reduzieren der Belastung. Experten haben 7 Tipps zusammengestellt. So sollten optische und akustische Signale für den E-Mail-Eingang ausgeschaltet werden, neue Nachrichten nur drei Mal am Tag gecheckt werden. Alle Ratschläge lesen Sie hier:

Bildnachweis Vorschaubild (Carsten Brzeski): ING-DiBa Pressebild

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