Finanztransaktionssteuer: Politik hofft auf Entscheidung bis Jahresende

Bankenbrief
Wichtiges vom 11. Oktober 2016

Das Thema

Finanztransaktionssteuer: Politik hofft auf Entscheidung bis Jahresende

Die seit Jahren diskutierte europäische Finanztransaktionssteuer könnte doch noch realisiert werden. „Auf der Basis der österreichischen Vorschläge haben wir im allgemeinen eine Verständigung erzielt“, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble heute nach einem Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg. „Wir hoffen, bis Ende des Jahres die Ziellinie zu erreichen“, sagte auch EU-Währungskommissar Pierre Moscovici. „Im Grunde sieht es danach aus“, erklärte Schäuble. In der Sache bestehe jetzt Einigkeit. Nach Aussagen von Moscovici haben sich die bisher beteiligten Länder auf vier zentrale Bestandteile des Vorhabens geeinigt. Die EU-Kommission werde nun einen Gesetzesentwurf vorbereiten und ihn den Ministern in den nächsten Wochen vorlegen. Es geht dabei um eine Steuer auf den Handel mit Finanzprodukten, wie etwa Aktien oder Anleihen. Da nicht alle EU-Länder mitziehen, planen nach bisherigen Informationen zehn Staaten zum Start einen Alleingang, darunter Deutschland und Frankreich. Zahlreiche deutsche Banken und die Deutsche Börse hatten sich in der Vergangenheit gegen eine solche Abgabe ausgesprochen.

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Die weiteren Themen von heute:

  • Russische Staatsbank VTB verabschiedet sich aus London
  • Moody’s: Investmentbanken tun sich beim Risikoabbau schwer
  • Mastercard kooperiert mit Berliner FinTech-Unternehmen
  • Strafe für Schweizer Falcon Bank in Malaysia-Affäre
  • ZEW: Finanzprofis deutlich optimistischer
  • Instant Payment im Zeitplan
  • Blockchain-Unternehmen erhält BaFin-Lizenz
  • Eurogruppen-Chef Dijsselbloem gegen harte Kapitalobergrenzen
  • EZB-Ratsmitglied Visco: Konjunkturdaten bestimmen Ausstieg aus QE
  • Peters: höhere Kapitalanforderungen nicht gerechtfertigt

Was morgen wichtig wird

Der Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) stellt in Frankfurt seine Zinsprognose vor. Der Bundesgerichtshof verhandelt über die Revision der Staatsanwaltschaft gegen die Freisprüche für sechs hochrangige Manager der HSH Nordbank durch das Landgericht Hamburg im Juli 2014. Das Bundesverfassungsgericht will mehrere Eilanträge gegen das Freihandelsabkommen Ceta der EU prüfen. Die Entscheidung soll bereits am Donnerstag verkündet werden.

Der Nachschlag

Sprachtücken beim Geschäftsessen

Ob beim Bestellen von Steak, italienischem Brot oder der beliebten Pasta – überall lauern sprachliche Hürden. Wie wäre es mit ein paar Knocki, Notschi oder Njokki? Oder trauen Sie sich nicht, Gnocchi zu bestellen, weil es an der Aussprache hapert? Beim nächsten Geschäftsessen auch in dieser Hinsicht gut gerüstet zu sein, erspart einem Peinlichkeiten. Ob Sie unfallfrei durch die Speisekarte kommen, können Sie hier ausprobieren:

manager-magazin.de


Bildnachweis Vorschaubild (Wolfgang Schäuble): Bundesministerium der Finanzen, Foto: Ilja C. Hendel

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