75 Prozent der Deutschen planen ihre Finanzen kurzfristig oder mittelfristig bis zur nächsten größeren Ausgabe.

Haus bauen, Baum pflanzen und einen Sohn zeugen. Das war einst der Plan fürs Leben. Heutzutage ist das Leben nicht mehr planbar. Wohnortwechsel, Jobwechsel, Partnerwechsel sind Alltag geworden. Die Zukunft ist weder plan- noch absehbar. Berufs- und Privatleben fordern ein hohes Maß an Flexibilität. Und die Deutschen scheinen sich nicht daran zu stören. Laut den Ergebnissen der Flexibilitätsstudie von forsa und Cosmos Direkt bestimmt mittelfristiges Planen und Handeln das Verhalten von 75 Prozent der Deutschen.

Jeder dritte Erwerbstätige hat in den vergangenen fünf Jahren ein- oder mehrmals seinen Arbeitsplatz gewechselt (35 Prozent). Vor allem die 18- bis 34-Jährigen haben einmal (43 Prozent) oder mehrmals  (19 Prozent) ein neues Zuhause bezogen. Bei den 50- bis 65-Jährigen sind es immerhin noch 17 Prozent. Wohnortwechsel und Jobwechsel gehen meist einher: 56 Prozent derjenigen, die sich beruflich verändert haben, sind auch umgezogen. Größere Veränderungen im Privatleben hat in den letzten fünf Jahren knapp jeder zweite Umfrageteilnehmer gehabt (45 Prozent). Dies zieht sich über alle Altersstufen und bezieht sich auf veränderte Lebenssituationen, wie Kinderzuwachs, Familiengründung und anderweitige Änderungen im Familien- oder Beziehungsstatus.

Die flexible Lebensplanung hat besondere Auswirkungen auf die Finanzplanung. Nur noch jeder vierte Deutsche (23 Prozent) plant seine Finanzen im Voraus und stellt beispielsweise einen Finanzplan auf. Die Mehrheit der Befragten kalkulieren ihre Ausgaben nur kurz- (19 Prozent) bis mittelfristig (56 Prozent) bis zur nächsten größeren Investition. Daher achten die Deutschen besonders auf eine flexible Verfügbarkeit ihrer Geldanlagen. 68 Prozent wollen auf ihr Erspartes kurzfristig zugreifen können.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

*

code