GLS Bank setzt Dispozins auf null Prozent

Bochum. Zum 01. November werden Dispozinsen bei der GLS Bank zu 0,0 Prozent angeboten. Dies gab das Geldhaus heute in einer Pressemitteilung bekannt. „Die Senkung des Dispozinses ist für uns ein logischer Schritt. An den Einlagezinsen zeigt sich, dass kurzfristige Liquidität im Überfluss vorhanden ist. Das geben wir weiter“, sagt Vorstandssprecher Thomas Jorberg.

Die neue Dispozinsen gelten für alle Privatgirokonten, d.h. für das sogenannte „Junge Konto“ sowie das GLS „KontoPlus“. Auch der Überziehungszins werde auf 0,0 Prozent gesetzt. Laut der Stiftung Warentest liege der Durchschnitt beim Dispozins bundesweit bei 9,9 Prozent.

In Bezug auf die Dispokredite rechnet die GLS Bank mit einer moderaten Nutzung. Der Kreditrahmen sei bonitätsabhängig und Zinssätze gelten bis 10.000 Euro. Außerdem zeige die Erfahrung, dass die Kunden des Geldhauses einen bewussten Umgang mit Geld pflegten. Um ihre Kernleistungen zu stärken – etwa die sozial-ökologische Finanzierung und Transparenz – werde die Genossenschaftsbank ihren Mitgliedern am 10. Dezember den „GLS-Beitrag“ zur Abstimmung in einer außerordentlichen Generalversammlung vorschlagen.

Die Freude der Kunden könnte allerdings dadurch gedrückt werden, dass ab dem 01. November zeitgleich die Kontoführungsgebühren von 2,00 auf 3,80 Euro angehoben werden, wie auf der Homepage der Bank nachzulesen ist.

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Christian Grosshardt, Jahrgang 1986, verfügt über mehr als sechs Jahre Berufserfahrung in Print- und Online-Journalismus. Während seines Studiums der Germanistik, das er mit dem Master of Arts abschloss, sammelte er bereits umfangreiche redaktionelle Erfahrungen als freier Mitarbeiter bei der Kölnischen Rundschau. Christian Grosshardt betreut BANKINGNEWS seit der ersten Printausgabe und ist seit August 2016 stellvertretender Chefredakteur.

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