th – Bereits im Sommer 2008 hat die EZB mit einer Zinserhöhung um 0,25 Basispunkte das falsche Signal gesetzt und ist dafür heftig kritisiert worden. Hat die EZB am vergangenen Donnerstag wieder ein falsches Signal gesetzt?

Bereits im Vorfeld des vergangenen Donnerstags signalisierte die EZB den Leitzins wohl bei 2,0 Prozentpunkten zu belassen. Gab jedoch am Donnerstag bekannt, eventuell im März den Zinssatz doch noch weiter zu senken. Kritiker befürchten, dass die EZB Möglichkeiten für das richtige Handeln mal wieder verpasst hat und nun im März wieder zum Reagieren gezwungen wird. 

    Der nicht durchgeführte Zinsschritt nach unten wirkt, vor einer von der EZB selbst durchgeführten Befragung bei Banken, um so verwunderlicher, als dass das Ergebnis eine drohende Kreditkrise ausmacht. Kreditkonditionen werden sowohl für die privaten Haushalten als auch für Firmen derzeit massiv verschärft, die Kreditnachfrage geht deutlich zurück.

Kreditklemme in Sicht? 

Was die derzeitige Krisenlage in Europa nicht gebrauchen kann, ist eine Verschärfung der Situation. Kommt zu der allgemeinen Finanzkrise auch noch eine Kreditklemme hinzu, dann hilft auch das zweite Konjunkturpaket nicht weiter, die Unternehmen werden ihre Investitionen nicht finanzieren können. Ob aber der Investitionsrückgang mit dem Rückgang der Konjunktur oder unmittelbar mit der Kreditvergabe einhergeht, ist derzeit nicht eindeutig zu beantworten.

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Thorsten Hahn, Jahrgang 1967, ist Gründer und Geschäftsführer der BANKINGCLUB GmbH. Der Profinetzwerker zählt auf Plattformen wie XING und Linkedin zu den Nutzern mit der besten Vernetzung in die Finanzbranche. Wie kein Zweiter versteht er dieses Netzwerk zu nutzen und auch anderen zugänglich zu machen. Außerdem ist der erfahrene Banker und Diplom-Kaufmann Herausgeber der BANKINGNEWS, welche 10 Jahre lang als Onlinemagazin und seit Sommer 2014 als Printzeitung (7.500 Empfänger) erscheint, sowie Autor verschiedener Fachbücher und Buchbeiträge.

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