Hufeld: Basel-IV-Pläne aus deutscher Sicht nicht akzeptabel

Bankenbrief
Wichtiges vom 02. November 2016

Das Thema

Hufeld: Basel-IV-Pläne aus deutscher Sicht nicht akzeptabel

Die vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht geplante globale Einführung schärferer Kapitalvorschriften für Banken (Basel IV) könnte vor dem Aus stehen. Das sagte Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), bei einer Diskussion in Frankfurt. „Wir sind nicht über den Berg. Aus deutscher Sicht ist das bisher nicht akzeptabel“, betonte er. Denn nach den derzeitigen Entwürfen müssten deutsche und französische Geldhäuser wesentlich mehr Kapital als bisher vorhalten. Eigentlich sollen die neuen Regeln bis Ende des Monats fertig sein. Ein Streitpunkt ist die Frage, ob Kreditinstitute auch weiterhin mit internen Modellen ihre Risiken und damit ihren Kapitalbedarf selbst errechnen dürfen. Vor allem die USA sind bislang dagegen. Hufeld hatte das Thema bereits gestern mit den Vorstandschefs der größten deutschen Geldhäuser besprochen. „Wir versuchen, einen globalen Standard zu entwickeln. Aber wenn Teilbereiche der Branche damit eliminiert würden, ist das nicht zustimmungsfähig“, sagte der BaFin-Chef. Zudem warnte er vor einem Ende des Grundsatzes, den Kapitalbedarf der Banken an den Risiken in ihren Bilanzen auszurichten. „Sonst würden die Bankbilanzen in kurzer Zeit mit Risiken vollgeladen.“ In den USA hingegen setzen viele Experten auf eine Verschuldungsquote (Leverage Ratio). Dabei ist allein die Bilanzsumme die Bemessungsgrundlage für die Eigenkapitaldecke. Laut Hufeld tauge die Leverage Ratio nur als zusätzliche Obergrenze für die Verschuldung.

uk.reuters.com
orf.at

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Bildnachweis Vorschaubild (Felix Hufeld): frank-beer.com / BaFin

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