Hufeld: Erste britische Banken planen Umzug

Bankenbrief
Wichtiges vom 11. Januar 2017

Das Thema

Hufeld: Erste britische Banken planen Umzug

Die ersten Banken aus Großbritannien, die wegen des drohenden Brexit ihren Sitz oder Teile des Geschäfts von London nach Deutschland verlagern wollen, haben sich mit konkreten Umzugsplänen an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gewandt. „Wir werden angesprochen von Banken, die sich freiwillig unserer Aufsicht unterwerfen wollen“, sagte BaFin-Chef Felix Hufeld auf dem Neujahrsempfang seiner Behörde. Sein Haus sei nicht auf Abwerbetour; die BaFin könne den Unternehmen aber schnell Klarheit und einen verlässlichen Rahmen für ihr Geschäft bieten. Angaben zu Namen und Zahl der Geldhäuser mit Interesse an einer Geschäftsverlagerung nannte der Behördenchef nicht. Hintergrund der Anfragen ist der mögliche Verlust des „EU-Passes“ für britische Institute nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU). Douglas Flint, Verwaltungsratschef der Großbank HSBC, erwartet, dass die ersten Banken ihre Umzugspläne bald nach Beginn der Austrittsverhandlungen im Frühjahr in die Tat umsetzen werden. Daran hingen zehntausende Stellen. Auf dem Neujahrsempfang äußerte Hufeld auch Sorgen wegen der dauerhaft niedrigen Zinsen. Je länger das Zinstief anhalte, desto mehr müssten sich die Banken anstrengen, um auf lange Sicht profitabel zu wirtschaften und ein ausreichendes Kapitalpolster zu erhalten, mahnte Hufeld. Die Institute müssten Kosten senken, andere Ertragsquellen erschließen oder ihr Geschäftsmodell hinterfragen.

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boerse-online.de
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Was morgen wichtig wird

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg entscheidet über eine Klage der Schweizer Großbank UBS gegen französische Behörden. Letztere hatten eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro gegen das Geldhaus wegen angeblicher Unterstützung bei der Hinterziehung von Steuern verhängt. In Rom stimmen die Aktionäre der italienischen Großbank UniCredit über die geplante Kapitalerhöhung mit einem Volumen von 13 Milliarden Euro ab. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht in Berlin die Daten zum Bruttoinlandsprodukt 2016 für Deutschland sowie die Maastricht-Defizit-Quote.

Der Nachschlag

Fitness-Training während der Arbeit

Die Deutschen sind ein Volk der Sitzenden. Ob vor dem Fernseher, im Auto oder im Büro – Bewegung kommt bei vielen zu kurz. Arbeitsmediziner raten, dass der Arbeitstag im Büro zu 50 Prozent sitzend und zu jeweils 25 Prozent stehend und in Bewegung verbracht werden sollte. Ein Tipp: Nehmen Sie bei einem Gang zur Kantine oder zu Kollegen besser einer längeren als einen kurzen Weg. Und machen Sie aus Sitzungen „Stehungen“. Die Erfahrung zeigt: Die Beteiligung wird intensiver, die Meetings kürzer und effizienter. Alle Tipps lesen Sie hier:

Bildnachweis Vorschaubild (Felix Hufeld): frank-beer.com / BaFin

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