Seit ein paar Jahren kann man sich vor innovativen Digitalisierungsideen nicht mehr retten. Gefรผhlt jede Innovation befindet sich in dialektischer Abhรคngigkeit von ihrem Potenzial zur digitalen Umsetzung. Man mรถchte behaupten: Wenn es nicht digital ist, ist es nicht innovativ. Es ist kein Wunder, dass mittlerweile ein Groรteil der Entscheidungstrรคger gewisse Aversionen gegen die digitale Szene und deren innovative Vorschlรคge zur Optimierung des Geschรคfts hegt.
Nach auรen kommunizieren sowohl die groรen als auch die kleinen Institute, dass sie den digitalen Wandel sehr hoch priorisieren. Klingt wie: โGenug Wasser zu trinken, steht ganz oben auf meiner Prioritรคtenliste.โ Trotzdem greift man lieber zur sechsten Tasse Kaffee.
Die Leute wissen, dass Digitalisierung Prozesse vereinfachen und beschleunigen kann. Sie wissen, dass komplexe Datenstrukturen entknotet werden kรถnnen. Und sie wissen, dass der digitale Weg langfristig Kosten einsparen wird.
Bis man jedoch an dieser Stelle angekommen ist, bedarf es der gedanklichen Zustimmung, ja eines Prozesses des Sich-Bewusstwerdens, dass Digitalisierung Verรคnderung bedeutet. Die Welt befindet sich im stetigen Wandel und die Digitale Transformation ist nur ein programmatischer Ausdruck dessen. Wie Descartes diese Entwicklung wohl bewertet hรคtte?
Christian Grosshardt war zwischen 2014 und 2018 Redakteur im BANKINGCLUB und fungierte von Januar bis April 2018 als Chefredakteur von BANKINGNEWS. Wรคhrend seines Studiums der Germanistik, das er mit dem Master of Arts abschloss, sammelte er bereits umfangreiche redaktionelle Erfahrungen als freier Mitarbeiter bei der Kรถlnischen Rundschau.

