Institute empfehlen EZB geldpolitische Wende noch 2017

Bankenbrief
Wichtiges vom 12. April 2017

Das Thema

Institute empfehlen EZB geldpolitische Wende noch 2017

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben die Europäische Zentralbank (EZB) ermuntert, noch in diesem Jahr die Wende in der Geldpolitik einzuleiten. In ihrem heute vorgelegten Gemeinschaftsgutachten zur Wirtschaftsentwicklung bis Ende 2018 empfehlen sie als ersten Schritt, durch eine Änderung der Kommunikation die Finanzmärkte auf steigende Zinsen vorzubereiten. „Damit könnte die EZB die langfristigen Zinsen allmählich nach oben schleusen, was sich auch günstig auf die derzeit äußerst niedrigen Margen im Finanzsektor auswirken dürfte“, hieß es in dem Gutachten. Desweiteren sollte das Anleihekaufprogramm ab Jahresbeginn 2018 auslaufen. „Eine erste Erhöhung des Leitzinses ist dann wohl erst gegen Ende des Prognosezeitraums angezeigt.“ Ihre Wachstumsprognose für Deutschland, die das Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Ifo Institut, das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und das RWI-Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung unter den Titel „Aufschwung festigt sich trotz weltwirtschaftlicher Risiken“ stellten, erhöhten sie leicht: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2017 um 1,5 Prozent zulegen und 2018 um weitere 1,8 Prozent. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) gab einen positiven Ausblick. „Alles zusammen genommen, sehen wir eine Weltwirtschaft in beschwingtem Schritt“, erklärte IWF-Chefin Christine Lagarde. Zugleich warnte sie vor Risiken: Dazu zählten der EU-Austritt Großbritanniens und das „Schwert des Protektionismus“ über dem Welthandel.

zeit.de
de.reuters.com
gemeinschaftsdiagnose.de

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Was morgen wichtig wird

Die US-Banken Citigroup, JPMorgan Chase und Wells Fargo legen ihre Ergebnisse für das erste Quartal vor. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Inflationsrate für März 2017.

Der Nachschlag

Wie geschickt sind Sie am Telefon?

Greifen Sie im Büro öfter mal zum Telefon statt dauernd E-Mails zu schreiben, raten Arbeitspsychologen. Denn ein Telefonat sei häufig viel effizienter. Manchen kostet es aber Überwindung, zum Hörer zu greifen. Um nicht zu schwafeln, sondern möglichst schnell auf den Punkt zu kommen, sollte man einige Regeln beachten, rät Psychologe und Telefontrainer Franz Reich. Obwohl die Gesprächspartner sich nicht sehen können, seien beispielsweise Körperhaltung und Gesichtsausdruck wichtig. „Wenn Sie lächeln und gestikulieren, wirkt sich das automatisch auf Stimme und Sprache aus“, empfiehlt er. Vor allem sollten Sie schon bei der Vorstellung Worthülsen vermeiden. Welche lesen Sie hier:

Bildnachweis Vorschaubild: flickr.com/Adam Baker

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