IWF: Finanzsektor stabiler – aber Politik birgt Gefahren

Bankenbrief
Wichtiges vom 19. April 2017

Das Thema

IWF: Finanzsektor stabiler – aber Politik birgt Gefahren

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht weltweit von einer verbesserten Stabilität des Finanzsektors aus. Die wirtschaftliche Entwicklung habe sich beschleunigt. Durch das stärkere Wirtschaftswachstum erhöhe sich die Schuldentragfähigkeit der Haushalte, Unternehmen und Staaten so dass die Gefahr von Zahlungsausfällen sinke. Das käme auch den Banken zugute, hieß es im heute veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht der Institution. Die größte Gefahr sei die politische Unsicherheit weltweit. In den USA könnte die Politik von Präsident Donald Trump zu einem Risiko für die Finanzstabilität werden. Die geplante Steuerreform und die Deregulierungen würden möglicherweise zu steigenden Risikoprämien und einer erhöhten Schwankungsanfälligkeit an den Finanzmärkten führen. Auch in Europa gebe es politische Spannungen. Der IWF warnte davor, die verschärften Regeln im Finanzsektor zurückzudrehen. Diese Sorge teilt die Deutsche Bundesbank. Vizepräsidentin Claudia Buch sagte heute, die Regulierung abzuschwächen oder einen Deregulierungswettlauf zu beginnen, wäre ein großer Fehler: „Dies würde zulasten der Widerstandsfähigkeit des globalen Finanzsystems gehen.“ Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer kommen ab morgen in Washington zusammen.

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finanzen.net

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Die weiteren Themen von heute:

  • Commerzbank will ohne BNP bei Ratenkrediten wachsen
  • Insider: Institute müssen in Cum-Ex-Affäre mit neuen Razzien rechnen
  • Bundesbank will Ausnahmeregeln für kleine Banken vorschlagen
  • Commerzbank: Weiter keine Gebühren für Kunden an Geldautomaten
  • Morgan Stanley erzielt Gewinnsprung
  • Annäherung im Boni-Streit bei Credit Suisse
  • Schäuble will gegen Kritik an Exportüberschüssen angehen
  • Stellungnahme zum Umsetzungsgesetz der 4. EU-Geldwäsche-Richtlinie
  • Dombret sieht durch Niedrigzins Gefahren für Bankenstabilität
  • Nouy hält Bankenkonsolidierung für notwendig
  • EZB-Notenbanker Hansson: Noch mehr Daten für Kurswechsel nötig
  • Merkel telefoniert mit May: Keine Verzögerung des Brexits

Was morgen wichtig wird

Die G20-Finanzminister und -Notenbankchefs treffen sich vor der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington (21.-23.4.). Weltbank-Präsident Jim Yong Kim und IWF-Chefin Christine Lagarde werden Stellung nehmen. Finanzminister Wolfgang Schäuble wird zudem an einer Veranstaltung der Johns Hopkins Universität in Baltimore teilnehmen. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer lädt zum Konjunktur-Frühstück ein. Über die Entwicklung der Kreditbanken wird der Bankenfachverband berichten. Die Bank of New York Mellon veröffentlicht ihr Ergebnis des ersten Quartals.

Der Nachschlag

Wie Emojis die Kommunikation beleben 🙂

Sie gehören zu unserem digitalen Alltag, ob bei Messenger-Diensten, klassischen SMS oder E-Mails: Emojis sind allgegenwärtig. Sie eignen sich für die zwar oberflächliche, aber sehr schnelle Vermittlung von Gefühlen und Botschaften. Für fast jede Situation gibt ein passendes. Die beliebtesten sind Smileys und Herzen, aber auch Daumen hoch, Glückskleeblatt oder Feuerwerk werden gern genommen. Solche Emoticons beispielsweise in der Betreffzeile bringen laut der US-Plattform E-Mail Marketing Daily um 20 Prozent höhere Öffnungsraten, die Click-Through-Rate steigt um bis zu 50 Prozent. Allerdings sollte vor dem Einsatz geklärt werden, ob die Icons zum Unternehmen passen und welche Bedeutung sie noch haben könnten. Wie Emojis das Marketing pushen können, lesen Sie hier:

Bildnachweis Vorschaubild: iStock.com/economic pictures

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