Krise bei Monte dei Paschi spitzt sich zu

Bankenbrief
Wichtiges vom 22. Dezember 2016

Das Thema

Krise bei Monte dei Paschi spitzt sich zu

Der italienischen Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) rennt auf der Suche nach frischem Kapital die Zeit davon. Das Traditionshaus erklärte am späten Mittwochabend in Siena, bisher keinen sogenannten Ankerinvestor gefunden zu haben, der einen großen Teil der laufenden Kapitalerhöhung schultern würde. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Staat rettend eingreifen muss. Eine italienische Zeitung schrieb, das Kabinett könnte diesbezüglich schon am Abend tagen. Bei der Suche nach einem Ankerinvestor hatten die Hoffnungen auf Katars Staatsfonds gelegen. Dieser habe jedoch keine Aktien abgenommen, hieß es unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Andere Interessierte hätten ihre Investition davon abhängig gemacht, dass es einen Ankerinvestor gebe. Der Chef der italienischen UniCredit, Jean-Pierre Mustier, rechnet indes mit einem guten Ende. Die Krise hänge auch damit zusammen, dass die Regierung den Instituten anders als in Spanien und in Portugal nicht unter die Arme gegriffen habe. „Aber ich bin extrem zuversichtlich, dass es eine Lösung für Italiens Banken gibt“, sagte Mustier in einem heute veröffentlichten Interview. Mustier, der seiner Bank erst vor kurzem eine Sparmaßnahme verordnet hatte, nannte keine weiteren Details, geht aber von einer „konstruktiven Lösung im besten Sinne der gesamten Bankbranche“ aus.

bloomberg.com
handelsblatt.com
nytimes.com
spiegel.de

Zur kompletten Ausgabe des heutigen Bankenbriefs gelangen Sie über den folgenden Link:

Bankenbrief

Sie wollen den Bankenbrief in Zukunft werktäglich ab 16:00 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach wissen. Dann nutzen Sie das Anmeldeformular direkt auf der Seite des Bankenverbandes:

Newsletteranmeldung

Die weiteren Themen von heute:

  • FinTech-Experten: Banken sind aufgewacht
  • Insider: Berenberg an Schiffskrediten der RBS interessiert
  • Bank Austria: Mehr Mitarbeiter als nötig wollen gehen
  • Wegen Zinsmanipulationen: Goldman Sachs zahlt Millionen-Strafe
  • EZB erwartet zum Jahresanfang Inflation von mehr als 1 Prozent
  • Was der PSD2-Entwurf bedeutet
  • Anklage gegen Ex-Anlagechef des US-Polizeipensionsfonds
  • Weidmann: Unsolide Fiskalpolitik kann Geldpolitik unter Druck setzen
  • Börsen-Fusion: Kengeter ist zuversichtlich
  • EIB-Präsident Hoyer rechnet 2017 mit Marktunsicherheiten

Was morgen wichtig wird

In Nürnberg veröffentlicht das Marktforschungsunternehmen GfK die aktuelle Konsumklimastudie.

Der Nachschlag

„Kannst du nochmal eben …?“ – Was das „Du“ mit uns macht

Das Du verdrängt das Sie – zumindest in deutschen Unternehmen. Laut der Onlineumfrage einer Jobbörse duzt inzwischen jeder dritte Befragte alle Kollegen und Chefs in seiner Firma. Komplett gesiezt werde nur noch bei drei Prozent der Befragten. Wie sehr sich eine Duzkultur durchgesetzt hat, hängt auch von der Branche ab. Während in den Bereichen Public Relations oder IT 70 Prozent der Mitarbeiter mit allen per Du sind, hinken Banken und Metallindustrie mit rund 20 Prozent hinterher. Das Duzen hat laut Experten nicht immer Vorteile. Oft gehe mit einer familiären Atmosphäre auch eine höhere Erwartungshaltung der Chefs einher. Nach dem Motto: „Kannst du an den Feiertagen auch mal deine Mails checken?“ Noch mehr Infos finden Sie hier:


Bildnachweis Vorschaubild (Monte dei Paschi): iStock.com/AdrianHancu

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

*

code