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Wie schafft es eine Firma oder ein Unternehmen, den gewünschten monetären Erfolg zu erzielen? In den meisten Fällen bedarf es an dieser Stelle einer internationalen Ausrichtung. Die Globalisierung ist längst mehr kein am Horizont drohendes Unheil, sondern eine Realität, in der sich die freie Wirtschaft befindet. So stellt sich die Frage: Was ist der wichtigste Faktor im Rahmen eines international ausgerichteten Geschäftsmodells? Die Antwort ist sehr einfach: Kommunikation. Und Kommunikation kann nur in den seltensten Fällen ohne sprachliche Präzision funktionieren; eine Präzision, die nur auf Basis adäquater Übersetzungsmethoden erreicht werden kann. Für deutsche Unternehmen reicht es nur in den seltensten Fällen, einen Anglisten für die Übersetzung von Dokumenten, etwa für den US-Markt, einzukaufen. Vor allem Finanzdienstleister legen großen Wert auf die Integrität ihrer Marke – angefangen bei komplexen Prozessen zum Schutz der auf Servern gespeicherten Daten bis hin zur Festlegung verbindlicher Marken- und Gestaltungsrichtlinien.

Banken mit größeren Übersetzungsanforderungen konfrontiert

Es gibt eine Reihe von externen Dienstleistern, die neuartige Übersetzungssoftware anbieten, aber nur die wenigsten erfüllen die erforderlichen fachlichen und sicherheitstechnischen Standards. Insbesondere Banken sehen sich mit überaus strengen Anforderungen in Bezug auf Datensicherheit konfrontiert. Derartige Maßstäbe werden im Rahmen der „International Organization for Standardisation“ (ISO) festgelegt und entsprechend zertifiziert, wobei die Konformität mit den erwarteten Standards nicht von der ISO selbst kontrolliert werden. Als Grundlage dient der vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik konzipierte IT-Grundschutz, welcher die technischen Sicherheitsmaßnahmen katalogisiert und zusammenfasst. Diese Maßnahmen sind nicht nur technischer Natur, sondern decken infrastrukturelle, organisatorische sowie personelle Schutzmaßnahmen ab. An dieser Stelle wird deutlich, dass eine international agierende Bank nicht einfach an einen IT-Dienstleister treten kann und von diesem auf simple Weise eine Software zur Lösung ihrer multilingualen Probleme einkauft. Banken benötigen vielmehr einen multilingualen Hochsicherheitstrakt, denn die Compliance-Abteilungen legen sehr schnell die Daumenschrauben an, sobald der Verdacht besteht, dass die oben erwähnten Sicherheitsanforderungen nicht berücksichtigt werden.

Globalen Markt erschließen

Ein einheitlicher Markenauftritt ist eine elementare Grundvoraussetzung für die Erschließung neuer globaler Märkte. Dabei ist das Thema Vertraulichkeit und Datensicherheit für die Banken- und Finanzbranche eine wichtige Komponente. Denn Finanzdaten sind ohne Zweifel eine sensible Art von Daten, die nicht in falsche Hände geraten dürfen. Trotzdem müssen auch Geldhäuser zur Stärkung ihrer globalen Marke den Weg in die Internationalität wagen. Für viele ein Drahtseilakt, der auf der einen Seite eine wirtschaftliche Steigerung des Gewinns bedeuten kann, allerdings auf der anderen Seite auch erhöhtes Gefahrenpotenzial mit sich bringt. Banken benötigen für die Kommunikation mit den Zielmärkten eine technologische Lösung, die sicherstellt, dass die Markenintegrität in den Zielsprachen gewährleistet ist und die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Das verschafft nicht nur dem Compliance-Officer einen tieferen Schlaf, sondern sorgt auch auf lange Sicht für eine erfolgreiche Integrierung neu erschlossener Märkte.

Übertriebene Vorsicht oder dringende Notwendigkeit?

Betrachtet man den Katalog an Schutzanforderungen, dann sieht das alles ziemlich nach „Typisch Bank“ aus, denn in Geldhäusern überlässt man ungern Dinge dem Zufall. Aber sind standardisierte Prozesse und Datensicherheit für das Übersetzungsmanagement wirklich so wichtig? Die Antwort ist hier ein klares „Ja“.

Gesetzliche Anforderungen müssen erfüllt werden

Unterschiedliche linguale Anforderungen in einer extrem wettbewerbsorientierten und stark regulierten Arbeitsumgebung wie dem Finanzsektor können nur dann erfüllt werden, wenn eine Infrastruktur vorhanden ist, die es ermöglicht, alle gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, Datensicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig den spezifischen Anforderungen der lokalen Märkte gerecht zu werden. Denn wo stehen Präzision, Sicherheit und Datenschutz im Vordergrund, wenn nicht im streng regulierten Bankensystem?

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Christian Grosshardt, Jahrgang 1986, verfügt über mehr als sechs Jahre Berufserfahrung in Print- und Online-Journalismus. Während seines Studiums der Germanistik, das er mit dem Master of Arts abschloss, sammelte er bereits umfangreiche redaktionelle Erfahrungen als freier Mitarbeiter bei der Kölnischen Rundschau. Christian Grosshardt betreut BANKINGNEWS seit der ersten Printausgabe und ist seit August 2016 stellvertretender Chefredakteur.

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