MUUME

Gründungsjahr: 2013

Gesellschafter: Daniel Gradenegger, Marco Samek

Produkte: Smartphone-App mit SelfService_POS, SelfService_PRE-ORDER, SelfService_M-SHOP, Retail-Payment-Service und Integrationsprodukte (z.B. User Management/KYC und Wallet-Lösung)

Mitarbeiter: 80

Web: www.muume.com

Patrick Urban ist Chief Marketing Officer (CMO) von MUUME.

Welchen Teil des „Finanzsystems“ machen Sie mit Ihrem Unternehmen einfacher?

Den Bezahlteil, den Teil des Geldhandlings und die Verknüpfung mit dem Konsumenten über die gesamte Wertschöpfungskette bei einem Kauf.

Wie?

Der Nutzer kann das alltägliche Einkaufen, Shoppen und Bezahlen mit seinem Smartphone erledigen, sich dabei über die Produkte informieren sowie Loyalty und Couponing nutzen – am POS, unterwegs oder von zuhause. MUUME bietet auch konsumnahe Bankleistungen an.

Warum muss sich die etablierte Finanzbranche vor Ihrer Idee fürchten?

Fürchten muss sich niemand vor uns – im Gegenteil: Das MUUME-Team hat eine langjährige Kompetenz in der mobilen Digitalisierung via Smartphone. Wir können Banken und Unternehmen darin unterstützen, Endkunden erfolgreich zu digitalisieren.

Bei so viel Selbstbewusstsein: Wo hängt es derzeit noch?

Die Digitalisierung steht erst am Anfang. Wir und andere Fintechs haben viel Überzeugungsarbeit geleistet, um Bewusstsein und Marktdurchdringung zu schaffen. Die Zeit scheint jetzt reif. Der Markt nimmt gerade Fahrt auf und die Nachfrage nach unseren Lösungen zieht stark an.

Wenn Sie einen Wunsch für Ihr Unternehmen frei hätten, dann …

… würde ich mir wünschen, dass MUUME mithelfen kann, die Digitalisierung in Europa weiter voranzutreiben.

Was Sie der Bankbranche schon immer mal sagen wollten,…

Fintechs und Banken ergänzen sich sehr gut und die meisten Fintechs sind offen für Partnerschaften. Das fällt Banken manchmal schwer. Die gemeinsamen Synergien sind fantastisch und helfen beiden, sich für die Zukunft zu rüsten und gemeinsam erfolgreicher zu sein.

Das sagt der Experte:

Tobias Baumgarten ist gelernter Bankkaufmann und studierter BWLer. Er arbeitet derzeit als Spezialist für Multikanal-Banking an Digitalisierungs-Themen. Als Fintech-Experte bloggt er regelmäßig unter aboutfintech.de.

„Weiterer Versuch, Mobile Payment mit Mehrwert für Kunden zu verbinden. Bislang nicht in Deutschland verfügbar [Erste Kooperationen in Deutschland wurden mittlerweile eingegangen – siehe Kommentar unten; Anm.d.Red.], keine nennenswerten Partner und kaum Downloads. Ein langer und steiniger Weg liegt vor MUUME. Wird wohl eine Nischenanwendung bleiben.“

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2 KOMMENTARE

  1. Sehr geehrter Herr Baumgarten
    Vielen Dank für Ihre Einschätzung. MUUME digitalisiert Shopping- und Konsumprozesse. MUUME ist daher kein Mobile Payment-Unternehmen, so wie Sie es in Ihrem Kommentar benennen. Bei uns stehen digitale Serviceleistungen rund ums Konsumieren und Shoppen im Fokus. Das ist ein ganz anderer Ansatz als der von Ihnen beschriebene. Selbstverständlich ist das digitale Bezahlen als Teil des Konsumprozesses Bestandteil unserer Serviceleistungen, steht aber nicht im Zentrum. MUUME ist kürzlich mit DSA Deutsche Sportausweis GmbH (exklusive Betreiberin des Systems «DOSB Deutscher Sportausweis», offizielles nationales Ausweissystem des Deutschen Olympischen Sportbundes) und Intercard (Markführer im Bereich «multifunktionale Kartensysteme für Universitäten und Hochschulen) zwei wichtige Kooperationen in Deutschland eingegangen. Auch hier stehen digitale Serviceleistung im Fokus – nicht das Mobile Payment. Und für die Swisscom als führendes Schweizer Telekommunikationsunternehmen sind wir Partner im Bereich digitale Event-Experience. Weitere Kooperationen sind in der Pipeline. Es ist richtig, dass unsere Original-App keine nennenswerten Downloads hat. Das liegt daran, dass wir Lösungen in Kooperation mit großen Merchants anbieten und unsere eigene App nicht pushen.
    Mit der Nische haben Sie insofern recht, als wir einen USP haben, den nur sehr wenig andere auch haben. Was uns von anderen – vor allem von Mobile Payment-Unternehmen – differenziert. Jedoch sehen wir uns nicht als Nischenanbieter, wenn es um die zukünftige Anzahl der Downloads geht.
    Freundliche Grüsse, Patrick Urban

  2. Lieber Herr Urban,

    bitte sehen Sie es mir nach, dass ich in den vorgegebenen 35 Wörtern nicht dezidierter auf Ihr Geschäftsmodell eingehen konnte. Natürlich bieten Sie einen bunten Strauß an Möglichkeiten mit SelfServicePOS, SelfServicePRE-ORDER und SelfServiceM-SHOP.

    Mit Blick auf das 35-Wörter-Limit musste ich mich dabei auf den gemeinsamen Nenner konzentrieren. Und wenn ich mir die Pitch-Decks, ist das stets das Payment. Mal Auszüge aus der Produktbeschreibung auf Ihrer Homepage:

    SelfServicePOS: „Der Kunde shoppt, bestellt und bezahlt mit seinem Smartphone mühelos im Geschäft mit wenigen Klicks.“
    SelfServicePRE-ORDER: „Produkte und Dienstleistungen digital vorbestellen und sofort bezahlen. “
    SelfServiceM-SHOP: „Das ausgesuchte Produkt dann sofort über das Smartphone bestellen, die Lieferart auf den aktuellen Bedarf hin auswählen und reibungslos bezahlen.“

    Wenn ich mir anschaue, wie ich Ihr Unternehmen beschreibe: „Mobile Payment mit Mehrwert für Kunden [..] verbinden.“, dann liest sich das für mich wie eine Kurzform von „Den Bezahlteil, den Teil des Geldhandlings und die Verknüpfung mit dem Konsumenten über die gesamte Wertschöpfungskette bei einem Kauf.“ und passt m.E. gut als Kurzzusammenfassung Ihrer 3 Angebote.

    Oder um Ihren (Mit-)Gründer Daniel Gradenegger aus seinem Interview mit Deutsche Startups zu zitieren: „Weil wir aus unserer Historie heraus zwei wesentliche Kernelemente des Konsums entwickelt haben und diese nun auf mobiler Ebene miteinander verbinden. Das ist zum einen das Managen digitaler Produktdaten, zum anderen das digitale Payment.“

    All das klingt für mich nach: „Payment + Kundenmehrwert“.

    Was die Kooperationen angeht, ist es wahrscheinlich normal, dass wir hier zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen. Sie als CMO Ihres Unternehmens müssen die Kooperationen natürlich hochloben – das ist schließlich Ihr Job. Sehen Sie es mir aber bitte nach, dass ich die genannten Kooperationen eher kritisch sehe. Ich war schon in vielen Sportvereinen, meine Kinder ebenfalls. Der Deutsche Sportausweis ist mir dabei nie über den Weg gelaufen. Und die deutsche Hochschullandschaft ist so zersplittert, dass auch ein Marktführer nur einen begrenzten Marktanteil aufweisen dürfte. Wenn Sie eine große Einzelhandelskette wie Karstadt, MediaSaturn, H&M, IKEA, EDEKA, Rewe, ALDI, LIDL,… oder einen großen OnlineHändler wie Otto.de oder Eventim oder (für PRO-ORDER-Events) mehrere große Bundesligisten wie den BVB, HSV oder Bayern erfolgreich und nachhaltig an den Start bringen, dann reden wir (nach meiner persönlichen Definition) von Relevanz – das sage ich als Fintech-Blogger, aber auch als einfacher Konsument.

    Ein, zwei große Namen reichen nicht – das zeigt sich schon bei Paydirekt: hier standen am Anfang ein paar Shops mit wenigen großen Namen, die aber keine Relevanz im eCommerce hatten. Auch hier kommt jetzt erst langsam die Relevanz, nachdem mit DocMorris, MediaSaturn, der Post und Deichmann mehrere Branchengrößen an Bord sind.

    Am Ende ist es aber so, dass wir beide hier lediglich unser Bauchgefühl zum Besten geben können. Ich jedenfalls habe keine Glaskugel im Schrank, Sie vermutlich ebensowenig. Nur sagt mir mein Bauchgefühl basierend auf den vorliegenden Informationen: das wird schwer und steinig für MUUME.

    Ich lasse mich gern eines besseren belehren! So oder so wünsche ich MUUME viel Erfolg auf dem weiteren Weg.

    Beste Grüße
    Tobias Baumgarten

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