Nach Fed-Entscheid: Euro nimmt Kurs auf Dollar-Parität

Bankenbrief
Wichtiges vom 15. Dezember 2016

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Nach Fed-Entscheid: Euro nimmt Kurs auf Dollar-Parität

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat mit ihrer Zinsanhebung für Bewegung an den Finanzmärkten gesorgt. So stieg heute der Dollar-Index, der den Greenback ins Verhältnis zu anderen Währungen setzt, auf den höchsten Stand seit 13 Jahren. Der Euro-Kurs fiel im Gegenzug mit 1,0406 Dollar auf den tiefsten Wert seit 14 Jahren. Die zweite Erhöhung des US-Leitzinses nach der Finanzkrise 2008 stieß in der Finanzbranche weitgehend auf Zustimmung. Die meisten Volkswirte halten die Entscheidung, den Leitzins um 0,25 Prozent auf ein Niveau zwischen 0,5 und 0,75 Prozent anzuheben, für angebracht. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung, dem jedoch weitere folgen müssten, sagte Clemens Fuest, Präsident des Ifo Instituts. Die Fed kündigte zudem für das kommende Jahr drei weitere Zinsschritte an. „Als Folge dieser Fed-Entscheidung wird der Euro-Dollar-Kurs die Parität wesentlich schneller erreichen, als wir es bislang gedacht haben“, sagte Hans Redeker, Leiter der Devisenstrategie bei Morgan Stanley. Zustimmung zum Fed-Entscheid kam auch vom Bankenverband: „Die Zinserhöhung ist eine gute Nachricht. Sie unterstreicht, dass die US-Notenbank den wirtschaftlichen Aufschwung in den USA für hinreichend robust hält, um einen weiteren, kleinen Schritt in Richtung geldpolitischer Normalisierung zu gehen“, sagte Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer. Im Gegensatz zur Fed haben die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Bank of England (BoE) die Leitzinsen auf ihren heutigen Sitzungen nicht angehoben.

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Was morgen wichtig wird

Das Ifo Institut stellt seine Konjunkturprognose bis 2018 vor. In Frankfurt feiert die Bundesbank die Wiedereröffnung ihres Geldmuseums nach einem Umbau. Zur Feier kommen Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sowie die Bundesbank-Vorstände Carl-Ludwig Thiele und Johannes Beermann. Für die Öffentlichkeit ist das Museum vom 17.12. an wieder zugänglich.

Der Nachschlag

Alle Jahre wieder: Die Prognosen der Saxo Bank

Die Briten machen das Brexit-Votum rückgängig, italienische Banken verdoppeln ihren Wert an der Börse, Chinas Wachstum boomt. Sie halten diese Vorhersagen für abwegig? Dann gehören Sie offensichtlich nicht zu den Fans der dänischen Saxo Bank. Sie veröffentlicht immer zum Jahresende den etwas anderen Ausblick. „Nach einem Jahr, in dem die Wirklichkeit sogar die scheinbar unwahrscheinlichsten Prognosen übertroffen hat – mit dem überraschenden Brexit und dem Wahlausgang in den USA – ist der gemeinsame Tenor für unsere Outrageous Predictions für 2017, dass verzweifelte Zeiten verzweifelte Maßnahmen erfordern“, sagt Steen Jakobsen, Chefökonom des Geldhauses. Womit Investoren auch noch rechnen müssen, lesen Sie hier:


Bildnachweis Vorschaubild (Federal Reserve): iStock.com/traveler1116

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