Notenbank-Entscheidungen in der Kritik

Bankenbrief
Wichtiges vom 22. September 2016

Das Thema

Notenbank-Entscheidungen in der Kritik

Experten haben heute vor den Folgen der lockeren Geldpolitik durch die Notenbanken gewarnt. Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner wies darauf hin, dass der Preisanstieg bei Finanztiteln oder Immobilien in den USA das Bruttovermögen der privaten Haushalte auf fast 750 Prozent des verfügbaren Einkommens habe hochschnellen lassen. „Es ist beinahe wieder so hoch wie auf dem Höhepunkt der Immobilienblase 2005/2006.“ Bernd Krampen, Ökonom bei der Nord/LB, warnte: „Das Problem mit Spekulationsblasen ist, dass man sie meist erst dann als solche erkennt, wenn sie platzen.“ Bei Aktien, Anleihen oder Immobilien seien bereits Preisverzerrungen zu beobachten, die die Zentralbanken nur sehr behutsam korrigieren könnten. Tomoya Masanao vom Anlagehaus Pimco sieht in den gestrigen Entscheidungen der Zentralbanken aus den USA und Japan ein untrügliches Zeichen, „dass die Notenbanken mit ihrem Latein am Ende sind“. Neben der Bank of Japan (BOJ) hatte auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihren Leitzins nicht erhöht. Fed-Chefin Janet Yellen deutete aber an, dass es noch in diesem Jahr zu einem Zinsschritt kommen könnte. „Falls keine neuen großen Risiken hinzukommen und alles auf Kurs bleibt“, fügte sie hinzu.

cash.ch
de.reuters.com
welt.de
bloomberg.com
spiegel.de

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Die weiteren Themen von heute:

  • EZB vergibt neue Langfristkredite
  • Insider: Commerzbank will mehr Stellen streichen
  • Gratiskonten: Postbank gibt nach
  • Wahlmöglichkeit bei Kartenzahlungen nicht angenommen
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  • Banken erwarten Ende des Londoner Euro-Clearings
  • EZB: Wirtschaftliche Erholung in der Eurozone wird sich fortsetzen
  • EBA-Chef Enria will Staatshilfen für Italiens Banken
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Was morgen wichtig wird

In Berlin trifft sich der deutsch-französische Wirtschafts- und Finanzministerrat. Die Hochschule der Deutschen Bundesbank und die Universität Paderborn veranstalten die Fachtagung „Compliance im Wertpapierhandel“. Referenten sind unter anderem Verena Ross (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde), Elisabeth Roegele (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) und Thomas Richter (Deutscher Fondsverband BVI)

Der Nachschlag

Quiz: Können Sie Wirtschaft?

Die Deutschen haben angeblich nur wenig Ahnung von Wirtschaft. Aber stimmt das wirklich? Testen Sie Ihr Wissen: Wodurch entsteht Wirtschaftswachstum? Welche Frau bekam als erste den Wirtschaftsnobelpreis? Wenn Ihnen diese Fragen kein Kopfzerbrechen bereiten, sind Sie sicherlich fit für ein Quiz rund um die Ökonomie. Alle Fragen finden Sie hier:

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Bildnachweis Vorschaubild (Federal Reserve): iStock.com/traveler1116

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