Sparkassen-Finanzgruppe sorgt sich um „Geschäftsmodell“ der deutschen Volkswirtschaft

Der Wirtschaftsstandort Deutschland muss seine spezifischen Stärken auch in Zeiten weltweiter Umbrüche bewahren. Dies ist eine der Kernaussagen eines aktuellen Positionspapiers, das die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe heute in Berlin veröffentlicht haben. Laut einer Pressemitteilung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) zeichne sich die deutsche Wirtschaft durch ihre mittelständischen und dezentralen Strukturen, eine hohe Exportorientierung und eine Stabilitäts- und Langfristkultur beim Ausgleich von Interessen, bei den Staatsfinanzen und bei der Mittelstandsfinanzierung aus. „Dieses Geschäftsmodell kann auch in den kommenden Jahren gültig bleiben“, betont Dr. Michael Wolgast, Chefvolkswirt des DSGV. Jedoch müssten zur Sicherung des „Geschäftsmodells Deutschland“ vor allem öffentliche und private Investitionen erheblich gesteigert werden.

Kritische Worte gab es auch im Bereich der Digitalisierung. Diese dürfe laut dem Papier nicht „verschlafen“ werden. Zudem müssten die Potenziale des Dienstleistungssektors besser genutzt werden. „Insofern erfordern neue Technologien und Dienstleistungen weitere Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung“, so Torsten Windels, Chefvolkswirt der Norddeutschen Landesbank (NORD/LB), der die gemeinsame Positionierung der Chefvolkswirte mit vorbereitet hatte. Des Weiteren sprechen sich alle Beteiligten für eine verbesserte Ausnutzung des Erwerbspersonenpotenzials und eine geregelte Zuwanderung nach Deutschland aus.

Die aktuelle Studie unterzeichneten neben Wolgast und Windels auch Dr. Gertrud Traud (Landesbank Hessen-Thüringen), Uwe Burkert (Landesbank Baden-Württemberg), Uwe Dürkop (Berliner Sparkasse), Folker Hellmeyer (Bremer Landesbank), Jochen Intelmann (Hamburger Sparkasse), Dr. Ulrich Kater (DekaBank), Dr. Jürgen Michels (Bayrische Landesbank) sowie Dr. Cyrus de la Rubia (HSH Nordbank).

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