th – Als Grund für das beharrliche Festhalten an den drei Säulen innerhalb der deutschen Bankenlandschaft wird oft der für den Bankkunden wichtige Wettbewerb zwischen den Säulen (Private Banken, öffentlich rechtliche Institute und Genossenschaftsbanken) genannt. Und sogar innerhalb der Säule „Sparkassen“ scheint Wettbewerb für die Sparkassen wichtig zu sein.

Oder wie soll die geplante Fusion zwischen HELABA und Deka Bank zu verstehen sein?

Anfang Juli noch hat sich sogar die Politik, mit Hartmut Möllring, Finanzminister in Niedersachsen, für die drei Säulen und gegen eine Privatisierung im Sparkassensektor ausgesprochen. Möllring hatte sich damals gegen Manfred Weber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, gestellt und dessen Forderung nach drastischen Reformen im Sparkassensektor abgelehnt. Dabei liegt Weber auf Augenhöhe mit einem Gutachten der fünf Wirtschaftsweisen, in dem die Privatisierung der Landesbanken nachdrücklich empfohlen wird.

Dass nun der DSGV (Deutscher Sparkassen- und Giroverband) scheinbar nichts gegen eine Fusion von HELABA und Deka einzuwenden hat, wundert schon. Große Synergien und Einsparungspotenziale sind bei einer solchen Fusion nicht zu erwarten, dafür ist die Schnittmenge beider Institute zu klein. Es entsteht auch kein neuer Sparkassenriese, denn auch nach der Fusion liegen die neuen Partner mit immerhin noch 160 Mrd. Euro deutlich hinter der Nr. 1, der Landesbank Baden Württemberg (LBBW).

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Es entsteht jedoch in jedem Fall Wettbewerb zwischen den Landesbanken um die angeschlossenen Sparkassen. Die Deka ist immerhin der Fondsmanager Nr. 2 in Deutschland und hat in ihrem Kundenstamm sämtliche 446 Sparkassen. Damit wären diese Sparkassen bei Fusion auch im Kundenstamm der HELABA. Ob das den restlichen Landesbanken — inklusive der zum DSGV gehörenden Landesbank Berlin — gefällt, ist fraglich.

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Thorsten Hahn, Jahrgang 1967, ist Gründer und Geschäftsführer der BANKINGCLUB GmbH. Der Profinetzwerker zählt auf Plattformen wie XING und Linkedin zu den Nutzern mit der besten Vernetzung in die Finanzbranche. Wie kein Zweiter versteht er dieses Netzwerk zu nutzen und auch anderen zugänglich zu machen. Außerdem ist der erfahrene Banker und Diplom-Kaufmann Herausgeber der BANKINGNEWS, welche 10 Jahre lang als Onlinemagazin und seit Sommer 2014 als Printzeitung (7.500 Empfänger) erscheint, sowie Autor verschiedener Fachbücher und Buchbeiträge.

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