Systemrelevanz: Citi und JPMorgan mit höchstem Zuschlag

Bankenbrief
Wichtiges vom 21. November 2016

Das Thema

Systemrelevanz: Citi und JPMorgan mit höchstem Zuschlag

Die beiden US-Großbanken Citi und JPMorgan sind die für die Stabilität des weltweiten Finanzsystems wichtigsten Banken. Das geht aus dem heute veröffentlichten Jahresbericht über die 30 global systemrelevantesten Geldinstitute durch den Finanzstabilitätsrat (FSB) der G20-Staaten hervor. Beide Geldhäuser müssen einen sogenannten Systemrelevanz-Zuschlag auf ihr Eigenkapital in Höhe von 2,5 Prozent vorweisen. Das britische Geldhaus HSBC rangiert jetzt in der nächst niedrigeren Kategorie (2-Prozent-Aufschlag), nachdem es an der Spitze durch Citi ersetzt wurde. Ein Zuschlag in selber Höhe gilt auch für Deutsche Bank, Bank of America und BNP Paribas. Die anderen 24 Institute müssen jeweils einen Puffer in Höhe von 1,5 oder 1 Prozent bereithalten. Mit dem zusätzlichen Eigenkapital wollen die Bankaufseher das Too-big-to-fail-Problem angehen. Die Großbanken sollen im Notfall künftig nicht mehr mit Steuergeldern gestützt werden. Veränderungen gab es auch auf der Liste der von der Europäischen Zentralbank (EZB) direkt überwachten Geldhäuser. Vom 1. Januar 2017 an hat die Zentralbank dann nur noch die Aufsicht über 127 Häuser. WGZ Bank (durch Fusion mit der DZ Bank), die State Street Bank Luxembourg und RFS Holding B.V. sind aus dem Kreis der „signifikanten Institute“ ausgeschieden. Neu hinzugekommen ist die Citibank Holdings Ireland.

bloomberg.com
reuters.com
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Deutsche Arbeitnehmer leisten weniger als sie könnten: Nur 20 Prozent schöpfen ihr eigenes Produktivitätspotenzial voll aus. Das ergab eine Umfrage unter 1.000 Deutschen für den „Wrike Digital Work Report“. Fünftgrößter Produktivitätskiller sind laut Umfrage fehlende Informationen – gut 20 Prozent beklagten sich darüber. 35 Prozent nannten ineffiziente Meetings. Worunter fast jeder Zweite leidet, lesen Sie hier:


Bildnachweis Vorschaubild (Headquarter JPMorgan in London): iStock.com/David Henderson

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