Trotz Niedrigzinsen: Deutsche sparen noch mehr als zuvor

Bonn – Die erste Jahresbilanz nach der Nullzins-Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigt: Deutsche sparen sogar noch mehr als zuvor. Laut einer Pressemitteilung der norisbank, die sich in Form einer langfristigen Marktbeobachtung intensiv mit dem Konsum- und Sparverhalten der Bundesbürger beschäftigt, ist die Konsumbereitschaft der Deutschen weiter gesunken. Die Zahl der Bürger, die im vergangenen Jahr aus ihrer Sicht viel Geld ausgegeben haben, ist von 50 Prozent in 2014 auf 35 Prozent im Jahr 2016 trotz des Anreizes niedriger Zinsen noch weiter zurückgegangen.

Dieser Trend zeigt sich auch bei der Zahl größerer Anschaffungen wie Haus-, Wohnungs- oder Autokäufen. Seit 2014 sank die Zahl der Deutschen, die eine solche Anschaffung tätigten von 26 Prozent auf nur 21 Prozent im Jahr 2016. Trotz Zinsflaute ist Sparen auch für 2017 wieder finanzieller Vorsatz Nummer eins. Jeder zweite Deutsche möchte 2017 noch mehr sparen als zuvor: 42 Prozent hatten diesen Vorsatz bereits für das Jahr 2015 gefasst. Für 2017 sind es nun schon 51 Prozent. „Diese Ergebnisse zeigen, dass die Nullzinspolitik der EZB offenbar den Konsum in Deutschland bisher nicht im gewünschten Maß stimulieren konnte“, fasst Thomas große Darrelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der norisbank, zusammen. Mit Blick auf die historisch niedrigen Kreditzinsen biete sich vielleicht „gerade jetzt auch eine gute Gelegenheit für das Erfüllen eines großen Wunsches“, konstatiert er.

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