Trump setzt Dollar und US-Notenbank unter Druck

Bankenbrief
Wichtiges vom 13. April 2017

Das Thema

Trump setzt Dollar und US-Notenbank unter Druck

Kurz vor den Osterfeiertagen hat US-Präsident Donald Trump durch ein aufsehenerregendes Interview zur Währungs- und Zinspolitik an den Finanzmärkten heftige Kursbewegungen ausgelöst. Mit der Bemerkung „Ich glaube, unser Dollar wird zu stark“ schickte er die US-Währung heute an den Devisenmärkten auf Talfahrt. Der Euro und der japanische Yen verteuerten sich im Umkehrschluss, der Goldpreis erreichte ein Jahreshoch. Teilweise sei er selbst daran schuld, meinte Trump zum Anstieg des Dollarkurses in den vergangenen Monaten. „Die Leute haben Vertrauen in mich.“ Experten argumentieren indes, die Dollarstärke beruhe vor allem auf der Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed. Ein starker Dollar belastet die Exporte der USA und macht Importe aus anderen Ländern günstiger. Es sei schwierig, wettbewerbsfähig zu bleiben, wenn gleichzeitig zu der Dollarstärke andere Nationen ihre Währungen abwerteten, argumentiert Trump. Er sprach aber ausdrücklich China von dem von ihm selbst erhobenen Vorwurf frei: „Sie sind keine Währungsmanipulatoren.“ Völlig ungewöhnlich für einen US-Präsidenten mischte er sich auch in die aktuelle Zinspolitik ein. Er sprach den Wunsch an die US-Notenbank aus, bei weiteren Leitzinserhöhungen vorsichtig zu sein, um den Dollar nicht noch stärker zu machen. „Ich mag Niedrigzinspolitik, um ehrlich zu sein“, sagte er. Im Wahlkampf hatte Trump noch das Gegenteil gesagt. In Bezug auf Fed-Chefin Janet Yellen, die er zuvor angegriffen hatte, erklärte er jetzt: „Ich mag sie und ich respektiere sie.“ Ihre Ablösung nach Ende ihrer ersten Amtszeit im Jahr 2018 sei keine beschlossene Sache, betonte Trump, was Spekulationen auf eine zweite Amtszeit von Yellen nährte.

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faz.net
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Was in den nächsten Tagen wichtig wird

Am Karfreitag beginnen die Ostermärsche von Parteien, Gewerkschaften und Friedensinitiativen. In der Türkei stimmen die Bürger am Sonntag über eine Verfassungsreform ab, die Staatschef Recep Tayyip Erdogan deutlich mehr Macht verleihen würde. Mit ersten Ergebnissen ist am frühen Abend zu rechnen. Eine knappe Woche vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich sprechen die Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron, der unabhängig ist, und Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National am Montag auf Großkundgebungen in Paris. Am Dienstag legen die US-Großbanken Goldman Sachs und Bank of America ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2017 vor.

Der Nachschlag

Gute Mitarbeiter nicht vergraulen

Gute Mitarbeiter zu verlieren, kann ein großes Risiko für Unternehmen sein. Geeignete neue zu finden und sie einzuarbeiten kostet viel Geld und Zeit. Deshalb sollten alle Gründe vermieden werden, erstklassige Arbeitnehmer zu vergraulen. Dazu zählen schlechte Bezahlung, nervige Kollegen oder auch Langeweile. Überraschend häufig ist aber auch der eigene Chef die Ursache. Fast jeder fünfte Mitarbeiter hat in den vergangenen zwölf Monaten wegen seines direkten Vorgesetzten daran gedacht zu kündigen, wie der aktuelle Gallup Engagement Index zeigt. Welche Fehler Sie noch vermeiden sollten, damit Ihre besten Mitarbeiter nicht zur Konkurrenz wechseln, lesen Sie hier:

Bildnachweis Vorschaubild: iStock.com/traveler1116

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