Bereits vor gut zwei Jahren hat die URA Unternehmens Ratingagentur AG, München, damit begonnen, die Unternehmensleitung auf den Sitz und Hauptstandort in München zu konzentrieren und das Unternehmen neu auszurichten. Zwischenzeitlich wurde mit der DIRA Deutsche Immobilien Ratingagentur, an der neben der URA auch die BulwienGesa AG und die CBP Cronauer Planung Beratung GmbH beteiligt sind, nicht nur ein neues Geschäftsfeld erschlossen, sondern wurden auch im klassischen Kredit-Rating-Bereich – zuletzt mit dem URA Kurzfrist-Rating – neue Dienstleistungen entwickelt. Dennoch hat nach Ansicht von Branchenbeobachtern die erste, bereits 1998 gegründete unabhängige Rating-Agentur für mittelständische Unternehmen den eigentlichen Durchbruch nie geschafft. Ein geschicktes Geschäftsmodell, das so genannte Repräsentanzprinzip, hat der URA allerdings auch in schwierigen Zeiten das Überleben gesichert. Der Ausbau der Repräsentanzen in wichtigen Wirtschaftsräumen, zunächst des deutschsprachigen Raumes, sollte fortgesetzt und die Betreuung von Rating-Advisors im Umfeld von bestehenden und neuen Repräsentanzen weitergeführt werden. Von vormals zehn Vertretern sind z jedoch bis heute nur noch drei übrig geblieben. Während Erwin Röslmair, der zugleich auch Aufsichtsrat der URA ist, die Repräsentanzen München, Nürnberg und Stuttgart betreut, ist Rudolf Schüller für die Standorte Dortmund, Düsseldorf und Münster, Karl-Heinz Kunde für die Schweiz zuständig. “Das Repräsentanzprinzip ist fester Bestandteil unseres Geschäftsmodells und bleibt auch in Zukunft unberührt. Es garantiert Kundennähe und ein Verständnis für das mikroökonomische Umfeld eines Unternehmens. Es ist richtig, dass derzeit einige Repräsentanzen unbesetzt sind. Wir suchen allerdings geeignete Spezialisten, die diese Lücken wieder füllen können”, erklärte Dieter Pape, Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrates der URA, noch im RATINGaktuell-Interview Anfang 2004. Doch nun sollen auch die Vertragsverhältnisse mit den verbliebenen drei Repräsentanten zum Jahresende aufgelöst werden. Entsprechende Vertragsänderungen sind bereits zugestellt worden. Wie es mit der URA weitergeht, ist noch nicht hinreichend geklärt. Das Repräsentanzprinzip soll aber auch in Zukunft Bestand haben, erklärt Pape – allerdings mit neuen Köpfen. Ab 2006 soll ein transaktionsbezogenes Vertriebskonzept in Kooperation mit neuen Partnern realisiert werden. Der Recruiting-Prozess läuft bereits. Basis ist dem Vernehmen nach ein Lizenzmodell, das insbesondere den Verkauf der URA-Dienstleistungen an Unternehmen unterstützen soll, die Ratings im Geschäftsverkehr mit Kunden und Lieferanten sowie im außerbörslichen Kapitalmarkt einsetzen wollen. Die neue Struktur wird im September dieses Jahres erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Quelle: http://www.ratingaktuell-news.de/

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