Wettrüsten in der Betrugsbekämpfung

Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben: Eine Investition in interne und externe Betrugsbekämpfung ist eine wirtschaftlich gut überlegte Strategie.


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Professionelles Betrugsmanagement liefert nicht nur einen positiven Deckungsbeitrag in die Bankbilanz, auch der ein oder andere Kunde, den die Bank vor einem Schaden bewahrt, wird dies schätzen. Denn, wenn wir per heute auch hier und da bei unserer Kundschaft gelitten sind, so vertrauen Kunden rund um das Thema Geld doch am liebsten den Banken ihre Ersparnisse an.
Doch um Vertrauen und Ertrag nicht zu verspielen, ist Ausruhen nicht angesagt. Wenn Sie sich heute auf die Schultern klopfen und den richtigen Weg in der Betrugsbekämpfung eingeschlagen haben, kann es Ihre Bank morgen schon treffen. Täter rüsten auf. Sind es in den letzten Jahren eher die massenhaften Phishing-Attacken gewesen, bei denen die Täter hier und da 1.000 Euro von einem Ihrer Retailkunden abziehen konnten, sind es heute raffiniert eingefädelte Betrugsdelikte mit Ihrer gehobenen Klientel. Sie sind es, die bestens vorbereitet sind. Originaldokumente oder beste Fälschungen; Kontakte zu dortigen Behörden, deutschsprachige Kontaktpersonen und viel Zeit einen Betrugsversuch vorzubereiten; hier hilft neben einem guten Netzwerk innerhalb der Branche, vor allem auch eine gute Beziehung zwischen Berater und Kunde, die gerade in dieser Klientel gegeben sein sollte. Denn genau dann besteht die Chance die eine oder andere Unauffälligkeit im „angeblichen“ Verhalten des Kunden zu bemerken und eben nicht auf den vermeidlichen Anruf aus dem Ausland reinzufallen.
In irgendeiner Weise werden wir Banken immer zu einem gewissen Teil in die Betrugsversuche gegen unsere Kunden einbezogen. Damit das letzte große Asset, das Vertrauen der Kunden in Bezug auf das große Thema Geld nicht verloren geht, sollten Banken die Bekämpfung von Betrug, der Begleichung von Schäden bei Kunden deutlich voranstellen.